Donnerstag, 27. Dezember 2012

Dreckspatz-Waschi-Taschi's

Nachdem mein Bester mit einer neuen Waschtasche bedacht wurde, brauchten Morkel und ich auch dringend eine Veränderung im Wischi-Waschi-Einlei. In Anlehnung an den tollen Schnitt Kamille von Lillesol und Pelle habe ich zwei Dreckspatz-Waschi-Taschi's geschneidert. Eine große mit meinem Lieblingsstoff für mich und für Morkel ein kleineres El-Eulo-Modell. Zum Schutz vor auslaufenden Fläschchen sind beide innen mit Wachstuch und zum Teil für besseren Stand mit Schabrackeneinlage versehen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Kongos neue Kleider

Nak'sche Plüschtiere gehen gar nicht! Daher kam Morkel mit der Bitte, für seinen Liebling KONGO eine Hose zu nähen. Geht klar. Das schöne an solchen Plüschtier-Outfits ist: Es muss nicht haargenau sitzen. Also Abnäher und dreidimensionale Schnittkonstruktionen sind nicht erforderlich. Einfach nen groben Umriss auf ein Blatt Papier vormalen. Und da KONGO nicht wiedersprochen hat beim Anprobieren, denke ich, es ist auch in seinem Interesse. Das gute Stück ist etwas weiter geschnitten, damit er Bewegungsfreiheit beim "Durchs-Kinderzimmer-Schleudern" hat.

Samstag, 22. Dezember 2012

Aus 3 mach 1 (Teil 3)

Die Welt ist wieder im Gleichgewicht! Sie ist gestern nicht untergegangen und aus meinen 3 alten Kleidungsstücken, aus denen schon die Jungsmütze und der Pullover entstanden sind, ist nun die Jogginghose aus dem letzen Rest fertig geworden. Also stimmt die Quote wieder: Aus 3 mach 3.



Das dritte Teil zu fertigen war etwas kniffelig - es waren ja nur noch Fetzen übrig. Daher lags zum Wirken auch einige Wochen in meinem Nähzimmer rum. Dann kam die Erleuchtung und die Kombinationsidee.
Das Endergebnis find ich gar nicht so übel. Freilich kann man die Teile nicht zusammentragen, ohne als Kasperle zu gelten. Unschöne Übergänge wurden mit einem Sternchen kaschiert.

Montag, 17. Dezember 2012

Migräneeule

Beim letzten Post hab ich es angekündigt: Jetzt stell ich euch ein geNÄHiales Teil von meiner zweiten Piratenin KatziQ vor: die Migräneeule.



Diese heißt so weil sich - clever clever - im Rücken ein kleines Fach befindet, in dem unter anderem noch eine passende Migräne-Augenmaske zu finden ist und das auch Platz für den ein oder anderen Kopfschmerzkiller bietet. Die Idee ist so klasse! Ich hab zwar keine Migräne - Gott sei dank. Aber ich hätte da Bedarf für eine Rückenschmerz-Eule (Zaunpfahl-Winkewinke).
KatziQ ist übrigens unsere Kombiqueen schlechthin. Wir anderen Piraten staunen immer, wie sie die wildesten Muster in einem Teil hammermäßig kombinieren kann.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

News von den Nähpiraten

Meine süßen Nähpiratenmädels sind ja sooo kreativ, aber bisher leider leider Blog-los. Leider leider, denn da entgeht der Welt da draußen ein wahres Kreativfeuerwerk. Damit ihr wisst wovon ich rede: Hier ein Exponat von Nähpiratin Sanni made (nur echt mit den Sternchen) - eine Waschtasche für meinen Besten. Schick bestickt mit der Nähmaschine, außen Cord,innen praktisch praktisch Wachstuch:



 
Und KatziQ ist auch dran! Denn du bist auch ein Feuerwerk an Kreativität.
Nähpiraten rocken!!! Yeah!!!

Mittwoch, 14. November 2012

Eine neue Liebe ...

Ich habe eine neue Liebe! Noch ist es nichts ernstes, aber trotzdem bereitet sie mir Herzklopfen. Mein Bestem - der diesen Blog regelmäßig liest - hab ich jetzt wohl einen Schreck versetzt. Keine Sorge, mein Bester - es ist nicht so wie du denkst!
Meine neue Liebe befindet sich vor dem Haus - genauer gesagt um es herum. Ich habe meine Leidenschaft fürs gärtnern entdeckt. Unglücklich nur, dass diese genau dann zu brennen beginnt, wenn im Garten relativ wenig bis nix tun angesagt ist.
Aber der Winter ist ja laut den schlauen Gartenbüchern die Zeit des Planens. Und so pflanze ich in meinem Gehirn schon mal munter drauf los. Lege einen Komposthaufen an, grabe um und züchte köstliches und bekoche meine Lieben mit Leckereien aus unserem Garten. Wie gesagt - das ist alles nur in meinem Kopf. Denn ich weiß schon jetzt: Extreme Ausmaße soll meine neue Liebe nicht annehmen. Es soll schließlich keine verhängnisvolle Affäre werden. Geplant ist eine lockere, aber glückliche Beziehung in der jeder den Freiraum bekommt zu wachsen - sowohl ich als auch der Garten.
Dem Gartenlatein gehe ich in dem Zuge schon an den Kragen. Und die ganzen Solls und Muss sind mir noch ein Graus. Bisher hatten ich und die Pflanzen - drinnen wie draußen - eine lockere Liebschaft. Einzige Verbindlichkeit: Ihr passt euch mir an!
Diese Aussage war für die lockere Liebschaft okay. Aber für die angestrebte große Liebe ist sie nicht förderlich. Es gibt also erstmal 3 Grundsätze:
Grundsatz Nummer 1: Wir haben uns lieb!
Grundsatz Nummer 2: Wir respektieren die Eigenheiten des anderen!
Grundsatz Nummer 3: Wir sind immer bemüht, an unserer Beziehung zu arbeiten!

In diesem Blog erfahrt ihr, ob meiner neuen Liebe etwas wird.

Samstag, 10. November 2012

Wilder Pullover und Briefbeschwerer

Mein Morkel gehört zu den Kindern, die unheimlich kooperativ sind. Naja, meistens - gelegentlich - selten. Am kooperativsten ist der kleine Mann beim fotografiert werden - vorausgesetzt, ich halte ihn nicht von einem dringenden Bagger- und AutosaufderRennstrecke-Geschäft ab. "Dreh dich mal so!" "Mach mal so!" "Lache mal!" "Setz das mal auf!" "Zieh das mal an!" ist dann kein Problem. Das macht unser jährliches, traditionelles Weihnachtsshooting zum Klacks. Und wenn Mama mal wieder was genäht hat und es für die die Öffentlichkeit auf Film - oh pardon - auf Chip verewigen möchte, gibts immer ein kleines Plätzchen in dem vollen Spielterminplan meines Sohnes.
Heute trägt der Mann von Welt einen wilden Fleecepulli. Der Schnitt ist eigentlich ein Hemdenschnitt - Bjarne von Farbenmix. Aber ich dachte mir, was als Hemd gut ist, kann als Fleecepulli nicht schlecht sein.
 
 
Da ich nur kleine Fleecereste hatte, ist das gute Stück zweifarbig geworden. Und dank der Inspiration von dem verwendeten Webband ist noch eine wilde Dekoration dazugekommen. Alles in allem, eine nettes Stück.

Übrigens: Meine Kuchenfortbildung hat nen echten Dämpfer erlebt. Das neue Rezept, das ich ausprobiert hatte, war letztlich kein Kuchenrezept sondern eins für Briefbeschwerer. Mein Bester hat sich in dem Moment der ersten Geschmacksprobe nach dem in Schokolade gewälztem Vanilleeis gesehnt, das Jamie Oliver heute in seiner Kochsendung vorgestellt hatte.

Freitag, 2. November 2012

Aus drei mach eins (Teil 2)

Ich hatte ja bereits die Mütze, die aus 3 ausrangierten Kleidungsstücken entstanden ist, gepostet. Hier folgt nun - wie angekündigt - der passende Pullover.

An der Zusammenstellung hab ich ganz schön rumgefummelt, bis es letztendlich so geworden ist, wie ichs wollte. Jetzt fehlt nur noch die Jogginghose. Die braucht aber noch etwas, denn habe ich nur noch ein paar kleine Stofffitzelchen, die passend zusammengesetzt werden müssen, damit ne Hose draus werden kann. Hinzu kommt, die Weihnachtsproduktion so langsam startet.

Montag, 22. Oktober 2012

Baisererfahrungen

Ich bin eine Naschkatze! Süßigkeiten werden bei mir nicht wirklich alt. Sehr zum Leidwesen meines Besten, der dann vor dem leeren Naschschrank steht. Und immer wieder muss ich ihm sagen: "Du must schneller sein!" Ich hab einen Vorsprung - ich trainiere seit Jahren. Zum Beispiel auch am Baiser-Kuchen. Ich kann mich erinnern: Jedes Mal wenn meine Mama einen Obstkuchen mit Baiserhaube (meistens Stachel- oder Blaubeerkuchen) gebacken hatte, machte sie einen Fehler: Sie brachte ihn nicht aus meiner Reichweite. Und ich schlich immer wie ein Naschtiger drumrum und pulte den Baiser vom Blech. Zuerst nur am Rand - der wird ja sowieso nur weggeschnitten - und arbeitete mich dann stückchenweise in die Mitte vor - ein paar Stückchen waren ja sowieso für mich vorgesehen. Wenns hart auf hart kam gabs Baiser-Beeren-Blechkuchen nur noch als Beeren-Blechkuchen inkl. grummeliger Mama.
Meine Baiserschwäche ist mittlerweile nicht mehr so ausgeprägt. Aber jetzt habe ich mich an eine Baiser-Himbeer-Version gewagt und sie ist tatsächlich in einem Stück zu meinen Gästen gekommen. Da säuselt mir ein Schlager im Ohr rum "Wunder gibt es immer wieder".
Das Rezept ist ein Zufallstreffer von hier. Und er ist fix gemacht - was ich begrüße - und schmeckt wirklich lecker. Schön präsentiert wird das gute Stück auf meiner neuen Tischdecke. In den Retrostoff von Stoff & Stil hatte ich mich auf Anhieb verliebt und an einem Tag durch die Nähmaschine gejagt.

Samstag, 20. Oktober 2012

Ich habs wieder getan...

Meine liebe Freundin Ostseeperle hat sich beschwert, dass sie nix neues mehr in meinem Blog liest. Asche auf mein Haupt. Aber in letzter Zeit ist alles andere immer irgendwie dringender gewesen. Aber jetzt: Ich habs wieder getan ... nach meinem Premierenquilt ist nun mein zweiter fertig geworden. Ein Babyquilt, denn meine nächste Seelenverwandte wird Tante. Und die Krabbeldecke soll künftig dem Mini-Erdenbürger, der errechneterweise an Weihnachten das Licht der Welt erblicken wird, das Bäuchlein wärmen. Unglücklicherweise wollen viele junge Eltern heutzutage nicht mehr vorher wissen, was sie bekommen. Unglücklicherweise - vor allem für die Schenker. Die sonst zielsicher Rosa oder Hellblau ansteuern würden. Weniger unglücklicherweise zumindest für solche Eltern, die um Rosa und Hellblau lieber einen großen Bogen machen. Ich entschied mich letztlich für Bunt und Tiere. Das geht immer - egal ob Adam oder Eva. Schweden sei Dank!

Anders als beim ersten ist es kein handgequiltetes Patchworkstück geworden. Der Tierstoff ist vom Schweden und ich habe schon ewig danach gesucht - immer vergebens. Bis schließlich Freundin Ostseeperle bei ihrem Schwedenbesuch an mich gedacht hat. (Nochmal dicker Knutsch rüber!) Für die Füllung habe ich einen extradicken Vlies genommen und die Tiere dann mit der Maschine (Stickfuß machte die Sache super einfach) umstickt. Man kanns auf dem Foto vielleicht nicht so gut erkennen, aber die Tiere wirken dadurch richtig plastisch.

Und was die Quilthäufigkeit angeht: Ich gelobe Besserung. Vielleicht gibst morgen schon mal was. Ich versuche ein neues Backrezept mit Himbeeren und Baiser. Erfolge oder Misserfolge liefere ich euch dann.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Gartenherbst mit Jungsmütze

Aus drei mach eins ...... eigentlich ist das kein wirklich guter Schnitt. Theoretisch! Aber beim Nähen wird so manche Theorie in den Schatten gestellt. Mein "aus drei mach eins" ist eine recycelte Jungsmütze aus drei alten Kleidungsstücken. Die Idee und die Anleitung stammt von I Am Momma - Hear Me Roar. Mal was ganz außergewöhnliches, ohrenbedeckendes, das ich gleich ausprobieren musste. Hier das Resultat:



Der Stoff ist ein Mix aus einer alten Jogginghose, die der Renovierungswut zum Opfer fiel, einem Sweatshirt, das ich mal irgendwo geschenkt bekommen habe, und einer ausrangierte Strickweste, die schon so verwaschen und ausgeleiert war, dass man sie nicht mehr anziehen konnte. Als Farbakzent gabs orangefarbenes Schrägband an der Kante und ein paar orangefarbene Stickkreuze. Ganz ehrlich musste ich die Mütze ein paar mal korrigieren, weil sie zu weit war. Aber da sie sowieso diese Flickenoptik haben sollte, störten die paar mehr Nähte nicht. Und trotzdem sitzt das gute Stück noch so legere, dass es mindestens noch zwei Jahre Morkels Köpfchen krönen kann.

Einen Pullover und eine Freizeithose habe ich aus der Stoffkombi übrigens auch gemacht (mmmh - dann heißt es wohl doch eher "aus drei mach drei" - dann stimmt der Schnitt wieder). Die stelle ich euch dann später noch vor.

Sonntag, 30. September 2012

Im Auftrag der Kreativität

Als Hobbyschneiderin nähe ich vor allem für mein stilles Kämmerchen und alles drumrum. Doch manchmal breche ich auch aus. Zum Beispiel als ich gefragt wurde, ob ich zwei Outfits für eine Werbekampagne einer Messe schneidern sollte. Die Kleider zu nähen war kein Akt und auch vom Schnitt nicht besonders schwierig. Aber wie die letztlich auf den professionellen Aufnahmen wirken: Der Hammer!

Das Kleid nummer 1 musste - wie ihr seht - keinem Model angepasst werden. Das machte die Arbeit viel leichter. Der Schnitt ist aus einer Burda. Eigentlich für ein Hochzeitskleid. In schwarz und mit Strass kriegt es einen edlen Düster-Touch.

Das zweite Kleid ist Marke Eigenkreation. Es besteht aus zwei Teilen - einem langen Rock und einer Schleppe, die mit Hilfe eines Obigürtels um den Körper geschnürt wird. Im ganzen gingen für dieses Outfit fünf Meter Stoff drauf.

Mittwoch, 19. September 2012

MMM - Thailändischer Oberkellner

Die wahrscheinlich allerletzten warmen Sommerstrahlen - schluchtz - verbringe ich in meiner Lieblings-Wickelhose. Leider ist sie mir erst wieder in den letzten Sommertagen in die Hände gefallen. Irgendwie war die Gute weit hinten ins Schränkchen gerutscht.
Hier gibts beide Ansichten - vorn und hinten. Der Baumwollstoff ist wirklich klasse - färbt ab wie sonstwas. Zunächst wird die Hose vorn mit Hilfe der seitlichen Bindebändebändern über dem Bauch verschlossen und dann mit den Bindebändern vorn hinten verknotet. N bisschen siehts nach thailändischem Oberkellner aus. Geht theoretisch auch andersrum. Kommt drauf an wie mans will.

Der Oberkracher war ein ein Freund von mir, dem ich auch solch eine Hose (natürlich in maskulinierer Farbe) nähen soll. Überraschend, weil ich ihn nur als rockigen Biker kennen. Aber vielleicht ist ihm manchmal auch nach thailändischem Oberkellner.


Leider finde ich die Schnittvorlage mit Maßen nicht mehr. Aber die reiche ich bei interesse nach. Die müssen irgendwo in meinem Nähwuscht rumwuseln.
Vorab zur Vorstellung eine behelfsmäßige Zeichnung. Etwas diletantisch aber ich hoffe es verdeutlich den echt leichten Schnitt. Das Schnitteil wird 2 mal ausgeschnitten. An der Rundung werden beide Teile zusammengenäht. Dann folgen die Bindebänder jeweils an den oberen Ecken, das ganze versäumen und fertig.


Viel mehr nette Outfits gibt es am Me Made Mittwoch hier.


Montag, 17. September 2012

Nachricht vom Friemelmann

Kennt ihr den Begriff "abfriemeln"? Das heißt etwas kleines, fieseliges abmachen was man nicht unbedingt abmachen muss. "Abpiepeln" könnte man auch sagen. Warum der Ausflug in den regionale Mundart? Ich habe so einen kleinen Friemelmann zu Hause. Naja, eigentlich zwei. Der große Friemelmann friemelt Etiketten von Bierflaschen. Der kleine Friemelmann - nun ja der friemelt (wie man hier sehen kann) zum Beispiel an Tastaturen rum. Ich konnte Morkel gerade noch stoppen, bevor das C, das V, das B und die Leertaste im Nirvana der Legobausteinkiste verschwinden konnten.

 
Wer bisher geglaubt hat kleine Kinder würden in unbeobachteten Momenten etwas Nützliches machen wie Zimmer aufräumen, Spülmaschine leeren oder im Bad nass durchwischen - weit gefehlt. Unbeobachtete Momente sind dazu da möglich viel Mist zu machen. Ich habe schonmal ein Bild gesehen, da hat ein Kind einen Fernseher komplett mit Creme eingeschmiert. Da hab ich ja noch Glück gehabt. Vor allem weil ich ja noch einen großen Friemelmann im Hause hatte, der mir die Tasten schließlich wieder an Ort und Stelle gefriemelt hat.

Freitag, 14. September 2012

Ich bin entsetzt!

Und das kam so. Wie ihr wahrscheinlich schon an meinen Blog-leeren Wochen gemerkt habt: ich Schrägstrich wir waren im Urlaub. Genauer gesagt in der Heide, im CenterParks. War ich das erste Mal, war auch etwas skeptisch anfangs aber am Ende hellauf begeistert. Aber das ist eine andere Geschichte und nicht der Grund für mein Entsetzen.
Mit Morkel haben mein Bester und ich während der Ferienzeit das ein oder andere Wildgehege besucht. Und ich muss sagen, es gibt wirklich schöne. Viel Auslauf und eine natürliche Umgebung - finde ich zum Beispiel im Hanauer Wildpark besonders gut. Und wenn man Glück hat oder sie es wollen, bekommt man auch den ein oder anderen Wolf zu sehen.
Nun waren wir in einem Park in der Heide und mir fiels erst nicht auf - aber nach und nach kam die Erkenntnis: Ich bin entsetzt.
Das Rehe und Ziegen gefüttert werden können und dadurch extrem zutraulich waren, ist schon fast alltäglich. Als wir zum Bärenareal kamen freute ich mich zunächst: Super, der Bär sitzt ja direkt vor der Scheibe. Morkel konnte ihn ganz nah bewundern. Aber mir dämmerte erst, warum der Bär an der Scheibe saß, als ein Mädchen durch ein Rohr Futter ins Bärengehege transportierte. Vor Ort gekauft und wahrscheinlich auch artgerecht - auch wenn es an Hundekuchen erinnerte. Aber solch eine Vorführung von Wildtieren: Ich bin entsetzt!
Die Krone, oder besser das Geweih aufgesetzt, haben dem ganzen die im Park verteilten Fotoecken. Die waren auch so bezeichnet und dort hingen Geweihe an Ketten herum. Ich kanns mir nur denken, dass sich die Touris die Geweihe aufsetzen und "lustige" Foto machen können. Ganz ehrlich, solch eine Lächerlichkeit. Ich wiederhol mich nur ungern, aber ich bin entsetzt!
Zwar soll mein Blog in erster Linie Heiterkeit und Wortwitz versprühen. Aber das musste ich einfach mal loswerden. Sollen die Kinder so einen vernünftigen Umgang mit den Tieren lernen? Kann man demnächst den Tigern bluttriefende Fleischbrocken hinwerfen, damit sie sich schön vor uns präsentieren? Da gehen wir nie wieder hin!

Mittwoch, 29. August 2012

MMM Rock 'n' Roll

Klassisch stilecht präsentiere ich zum Me Made Mittwoch meinen Sixties-Rock im Pünktchenlook. Auch wenns auf dem Foto irgendwie an Testbild erinnert, es sind tatsächlich kleine weiße Pünktchen auf schwarzem Grund. Ich bin zufrieden damit - vor allem mit der Länge. Der Vorgänger war aufgrund des Materialmangels ja etwas kurz geraten.
 
 
Der Schnitt - ein Tellerrock - stammt aus einer uralt-Burda. Oben mit Bündchen und verdecktem Reißverschluss.
Zum Thema verdeckter Reißverschluss. Ich habe die ideale Methode gefunden und die will ich euch nicht vorenthalten. Zuerst näht ihr die Seitennaht ganz normal zu bis zu dem Punkt an dem der Reißverschluss beginnen soll. Faden vernähen und dann die Stichlänge auf maximale Länge einstellen. Dann den Schlitz für den Reißverschluss mit den großen Stichen heften. Nun die Nähte auseinanderbügeln, den Reißverschluss mit dem "Gesicht" nach unten auf der Linken Seite des Stoffes mittig über der gesteppten Naht platzieren und festnähenn. Im Anschluss trennt ihr den Heftfaden vorsichtig mit einem Fadentrenner auf und hab einen sauber verdeckten Reißverschluss.
Wenn ich die Methode früher gekannt hätte, hätte ich mir viele beulige, krumme und eben nicht verdeckte Reißverschlüsse erspart.

Sonntag, 26. August 2012

"Kuchen mit Kirschen drin"-Kuchen

Ich habe beschlossen, mein Backtalent zu fördern. Ich weiß, es ist da irgendwo; da ganz unten, da ganz hinten, da ganz tief in mir drin. Und so langsam kitzel ichs ans Tageslicht. Heute mit einer Kirschtarte, die schon Cat auf ihrem Blog vorgestellt hat. Klang einfach und war es auch. Und ich weiß endlich das Tarte nicht gleich Torte ist.


Kennt ihr das: Ihr macht etwas genau so, wie beschrieben und trotzdem sieht es hinterher total anders aus. Der Bildervergleich mit der Vorlage von Cats Blog machts deutlich: Bei mir sieht der "Claufoutis aux cerises" (oh je, musste 10 Mal nachgucken, wie das geschrieben wird) nicht wirklich nach "Claufoutis aux cerises" sondern eher nach "Kuchen mit Kirschen drin" aus. Aber dieser "Kuchen mit Kirschen drin" schmeckte mir und meiner Rasselbande ausgezeichnet.

Eine Besonderheit war neben den offensichtlichen Kirschen auch drin: selbst gemachter Vanillezucker. Kein Hexenwerk, sondern eine aufgeschnittene Vanilleschote in einem Glas Zucker versenkt. Super einfach, super effektiv, super schmackhaft und super intensiv (besser als alle Tütchen - auch wenn die nen Doktor-Titel haben).


Apropos super intensiv: Alle Jubeljahre geht mein Parfum zur Neige. Wie jetzt wieder. Also gings in die Parfümerie-Kette. Durch einen Kopfschmerzen-verursachenden-Dunstschleier kämpfte ich mich an gepuderten, freundlich lächelnden Damen vorbei. Die erklärten gerade - kein Witz - einer Kundin von dem neuen Tiger-Nagellack. Eine Lackschicht, dann den Tiger-Nagellack und dann noch eine Lackschicht, beim Trocknen reißt dann die obere Lackschicht auf und lässt die untere durchschimmern. "Super-Tröndy", flötete die pudrige Dame. Von wegen: Als Basteldame kenn ich den schon seit Jahren. Gibs in der Bastelabteilung im Baumarkt. Und ich hab damit ein paar Bilderrahmen schön antik gemacht. Wenn ich gewusst hätte, dass man sich das Zeug sogar auf die Nägel schmieren kann ...
Übrigens, hab mein Parfum gefunden - gleich neben dem Frauenparfum von Justin Bieber. Da fällt mir nix mehr zu ein. Wo einem (halbwegs) berühmte Leute so auflauern.

Montag, 20. August 2012

Riesengemüse, Essknete und Krümelmonster

Der Titel lässts erahnen: Der Eintrag wird kulinarisch.

Zunächst der Gemüsevergleich:
Es treten an: die Zucchini vom Gemüsemann, der uns alle 14 Tage ein gesundes Kistchen vorbeibringt, gegen ein Exemplar aus Schwiegerellis Garten. Ich muss nicht erwähnen, wo die Wuchtbrumme gewachsen ist.

Essknete
Als ichs im Regal sah, musste ichs mal ausprobieren: Essknete. Interessant. Zu Testzwecken sollte damit der Geburtstagskuchen von Morkel dekoriert werden. 4 Beutelchen mit farbigen Rohmaterial. Wichtig - stand auf der Verpackung - unbedingt genau 15 ml Flüssigkeit dazugeben. Hatte ich gemacht, blieb trotzdem krümelig. Letztlich hab ich noch Wasser dazu. Dann wars zu patschig. Dann wieder Mehl dazu. Dann hats gepasst. Und dann gings ans Kneten und formen und mischen. Hier das Ergebnis. Hat zwar nicht die optischen Qualitäten wie ein Konditorenkuchen, aber Minis sind glücklicherweise kein allzu kritisches Publikum. Und schließlich ist am Handmade-Kuchen der Handmade-Look das Beste. Mein Fazit zur Essknete: Nicht schlecht - muss aber nicht. Selbsthergestellter eingefärbter Knetteig tuts auch.


Apropos Handmade: Für die Geburtstagsfeier in der Kindergartengruppe wollte ich auch was backen. Und schon seit Wochen schwirren mir die Krümelmonstermuffins im Kopf rum. Also hab ich fleißig Kokosflocken gefärbt, Marzipankugeln gerollt, Puderzuckerklebemasse angerührt und Kekse in Muffinmäulchen gestopft. 40 Mal naja Marzipankugelrollen quasi 80 Mal. Danach war die Küche ein Schlachtfeld und ich geschafft. Und vom Blech guckten mich 40 verpeilte Augenpaare an.


Ein paar Muffin-Rohlinge hatte ich heut mit zur Arbeit. Die kamen auch ohne Krümelmonster-Look dermaßen gut an, dass es mich echt erstaunte. Ich glaube ich hab noch nie solch ein Feedback zu meinen Backkünsten bekommen - naja, ich halte die eher für überschaubar.
Liegt am Rezept: Wenn ihr auch mal solche Reaktionen hervorrufen wollt, hier die Anleitung:

Schoko-Schoko-Muffins
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen
  • 1 Ei verquirlen
  • 120 g Zucker, 80 ml Öl, 1 Päckchen Vanillezucker und 240-300 ml Buttermilch dazugeben und alles gut verrühren
  • 190 g Mel und 2 TL Backpuler vermischen und zusammen mit 3 EL Kakao (ich hab mehr genommen) und 75 g gehackter Schokolade vorsichtig unterheben
  • Papierbackförmchen zu 3/4 mit dem Teig füllen
  • auf mittlerer Schiene bei 180 Grad ca 20 - 25 Minuten backen
Wer will, macht aus ihnen dann Krümelmonstermuffin oder verputzt sie natura.

Dienstag, 14. August 2012

Neues von Agent 00 Hase

Hallo Zentrale, hier Agent 00 Hase. Bin wieder auf eine Geheimorganisation gestoßen. Ich konnte einen Schnappschuss machen, musste ihn aber chiffrieren. Dieses Portal ist nicht mehr geheim. Potenzielle Profiteure haben es unterwandert.


Es gibt erste Hinweise auf den Kopf der Bande. Bin mir ziemlich sicher, dass El Präsente seine Finger im Spiel hat. Vorsicht: El Präsente ist sehr gefährlich, ist überall und weiß, sich zu verpacken.

Habe aus meiner Erinnerung ein Phantombild gezeichnet, bitte Weitergabe an alle Agenten!

Vorsicht gerissen: El Präsente
Werde der Sache noch eine Weile auf der Spur sein. Die Aufdeckung könnte etwas dauern. Habe vor, das gesamte Paket hochgehen zu lassen.

Ich melde mich wieder...

Agent 00 Hase

Sonntag, 5. August 2012

Mein Nähtisch, mein Schatz

Heute will ich euch eines meiner Lieblingsteile im Haus vorstellen - meinen Nähtisch. Nicht nur, dass er viel - wenngleich nicht alles - von meinem Nähkrimskrams aufbewahrt; sondern vor allem, weil er einen idellen Wert für mich hat. Er ist das Gesellenstück meines Großonkels Werner.

Seit ich denken kann, begleitet mich dieses Tischchen. Früher stand es bei meinen Eltern. Beim Auszug in die eigenen vier Wände musste es mit. Auch wenn ich - im Gegensatz zu heute - mit Anfang 20 nicht so auf alte Möbel stand.
Viel weiß ich nicht mehr von meinem Großonkel Werner. Nur das, was ich aus den Erzählungen meiner Oma noch behalten hab. Werner begann eine Lehre als Tischler, die er mit eben jenem Nähtisch abschloss. Doch die weitere berufliche Laufbahn wurde durch den Krieg unwichtig. Wie viel junge Männer zog Werner in den Kriegsdienst und ging zur Fliegerstaffel. Aus dieser Zeit stammt auch das einzige Foto, das ich von Werner hab.

Ich finde, er hat etwas trauriges, sehnsüchtiges in seinen Augen. Vielleicht nur eine Einbildung, vielleicht wusste er, dass er für eine aussichtslose Sache sein Leben riskiert. Von einem Flugeinsatz kam Werner schließlich nicht zurück. Jetzt nach ca 70 Jahren ist von Werner das Foto geblieben und der Nähtisch.
Den habe ich letztes Jahr ein wenig aufgepeppt. Zuerst wollte ich ihn komplett lackieren, entschied mich aber doch dafür, die ursprüngliche Farbe mit seinen Macken und Ecken zu lassen. So kenn ich ihn, so lieb ich ihn. Lediglich die Schubladenfronten, die arg ramponiert waren und keine Griffe mehr hatten, hab ich aufgerüscht. So ist der Nähtisch gewissermaßen ein Gemeinschaftsprojekt geworden - von Großonkel Werner und mir.

Samstag, 28. Juli 2012

Leseecke im Kinderzimmer

Nachdem Morkel ein größeres Bett bekommen hat, haben wir die kleine Kinderbettmatratze in die Leseecke gelegt. Auf den Boden! Hat mich gestört! Zumal ich als Mutti mit meinen alten Knochen (hüstel) mich immer halb abmühen musste. Grins.
So kam mir die Idee eines Bettkastens. Dabei wollte ich unser handwerkliches Geschick aber nicht überstrapazieren (im Dachgeschoss steht ein selbstgebauter Tisch - Gemeinschaftsprojekt von meinem Mann und mir - der etwas gewöhnungsbedürftig ist). Also gings in den gelb-blauen Möbelmarkt (ach den lieb ich, aber wer nicht !!!) Vorgabe war, der Bettkasten sollte nicht so hoch sein, damit Morkel bequem herunter- und hinaufklettern konnte. Oder, wie wir mittlerweile wissen, herunterspingen kann, ohne sich sämtliche Knochen zu brechen. Stauraum wäre auch nicht schlecht. Und noch dazu musste es in die 120 Meter breite Nische passen. Bei einem Möbelstück, das offiziell als Wandregal ausgeschrieben war, blieb ich hängen. Sehr stabil und auch noch in den Maßen 120 x 60 cm x 30 cm. Der Preis stimmte auch, also ab damit in den Einkaufswagen zu dem ein oder anderem Teil, an dem man beim Schweden nicht vorbeikommt.
Mein Bester wurde am nächsten Tag in den Baumarkt geschickt, um die passenden Bretter für die Abdeckung zu besorgen. Und auch hier kam man uns entgegen. Da lagen doch glatt Bretter von 120 x 30 cm im Regal. 2 Bretter und 2 Scharniere wurden eingepackt.
Später präsentierte mein Bester mir den selbstgemachten Bettkasten. Und Morkel hat ganz stolz verkündet: "Ich hab auch mitgeholfen. Ich hab eine Schraube angefasst."
Ich finds toll. Das Regal liegt mit der Rückwand auf dem Boden, Obenauf wurden die Bretter (verbunden mit Scharnieren) gelegt und eins am Bettkasten befestigt. Das andere lässt sich aufklappen. Stauraum! Seeeehr wichtig!

Beseelt von unserem Selbstmachprojekt hab ich gleich Bauanleitungen für einen Spieltisch und einen Bollerwagen aufgestöbert und meinem Mann vor die Nase gehalten. Er hat die Augen verdreht. Mittlerweile kennt er mich und meine fixen Ideen, die meist auch fix umgesetzt werden müssen, schon.



Friedhelm gefällts auch!

Montag, 23. Juli 2012

Durch die Linse

Neben dem Nähen ist Fotografieren eine echte Leidenschaft von mir, die ich in letzter Zeit sträflich vernachlässigt habe. Ich bin einst häufiger mit der Kamera losgezogen und habe die Welt durch die Linse betrachtet. Ich war immerwieder fasziniert, wie sich Dinge verändern, wenn man sie durch einen anderen (Kamera)winkel betrachtet. Wie Nebensächliches zur Hauptsache, wie Unscheinbares zum Mittelpunkt wird.

Hier sind mal ein paar Schnappschüsse aus meinem Archiv, die mir sehr gut gefallen:





Sonntag, 15. Juli 2012

Morkels Quilt

Geschafft geschafft geschafft. Ich mach 3 Kreuze: xxx
Morkels Quilt ist endlich fertig und ich freu mich wie Bolle. Er ist so wie ich mir vorgestellt habe. Letztlich hats nicht Monate, sondern ca 3 Wochen abends (aber nicht jeden Tag) gebraucht. Die Einfassung habe ich auch per Hand genäht. Wenn schon denn schon. Sieht einfach schöner aus.



Als ich meinem Besten stolz das Ende von Morkels Quilt verkündete und vorwarnte, in Zukunft noch weitere zu machen, hörte ich von ihm nur ein "Oh Gott". Kein Wunder, hatte er mich doch die letzten Wochen in Stoffballen gehüllt und wild Nadelschwingend vorgefunden. Aber die Nächsten werden mal mit der Maschine gequiltet - so jedenfalls der Plan.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Abgestempelt

Morkel liebt Stempeln. Nun kann man viele viele für mehr oder weniger mehr Geld kaufen. Oder, man macht sie selbst. Aus Moosgummi beispielsweise. Und man muss dafür nicht mal ein Bastelexperte sein.



Für die Moosgummistempel in Form von Giraffe, Rakete und Bus habe ich vorgestanzte Moosgummi-Teile verwendet. Die gibts im Laden schon für nen Appel und n Ei - eine ganze Tüte voll. Als Trägermaterial hab ich mich in Morkels großer Bausteinkiste bedient - ich denke, er wird sie nicht vermissen. Zumal sie in anderer Form in seinem Zimmer wieder auftauchen.
Eine leichte und echt preisgünstige Idee - neue Stempel zu machen. Und Morkel freuts.

Übrigens: Eigentlich wollte ich ein schwedisches Rezept posten namens "Fliegender Jakob". Das hab ich ausprobiert, obwohl 's seltsam klang: Grillhähnchen, Banane, Sahne, Chillisauce, gehackte Nüsse und Schinkenwürfel im Ofen überbacken. Nun ja, es klang nicht nur seltsam, es schmeckte auch seltsam und sah seltsam aus. Das wollte ich euch dann doch nicht zumuten.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Achtung Männerzone!

Selbstgenähte Geschenke für Männer sind echt schwierig. Vor allem, da alle Männer - zumindest die ich kenne - nicht auf Rüschi-Plüschi stehen. Dekogeschenke kommen bei Mann wahrscheinlich genauso gut an wie bei Frau Staubsaugerbeutel zum Geburtstag. Nun hat so ein Anti-Rüschi-Plüschi-Vertreter Geburtstag. Und da ich mir vorgenommen habe, möglichst viel Selbstgemachtes zu verschenken, hieß es grübeln. Im Hinterstübchen meines Gehirns habe ich etwas hervorgekramt, was ich irgendwo mal gesehen habe: ein Männerkissen.
Stoff war schnell ausgesucht, Schnitt schnell erstellt, mittelschnell genäht. Da ist es!



Praktisch praktisch. Auf der Couch gemütlich machen, ins Kissen greifen und schon hat Mann, was er so für einen gemütlichen DVD-Abend braucht.

Samstag, 30. Juni 2012

Kräuterduft in der Luft

Ich habe in meinem Bücherfundus so ein nettes Buch stehen mit Geschenkideen aus dem heimischen Garten. Und ich hatte beschlossen, daraus was zu fabrizieren.
Pizzakräutermischung herstellen und dann wieder mal ein paar nette Mitbringsel für nette Menschen haben. So jedenfalls der Plan.
Also bin ich bewaffnet mit Schere und Körbchen in unseren Garten, wo allerhand Kräuterchen zu finden sind. Im Körbchen landeten: Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian. Die habe ich erstmal unter fließendem Wasser vom Alltagsschmutz befreit und sie zum Trocknen aufs Backblech gelegt. Dazu noch Knoblauchzehen in dünnen Scheiben und ab in den Ofen - ich wollt ja ein schnelles Ergebnis. Und tatsächlich machte sich ein umwerfender Duft im Haus breit. So dass mein Bester gleich in die Küche schlich, um zu schauen, welch tollen Braten ich da in der Röhre habe (nee - nicht doppeldeutig). Leider leider nur schnöde Kräuter, vom Fleisch keine Spur, dampfte mein Bester schnell wieder ab.


Nach fertigem Trocknen und zerbröseln im Mörser war meine Enttäuschung dann doch etwas groß über meine Ausbeute.



Das reicht gerade mal für eine Portion und noch lange nicht, um es tütenweise zu verschenken. Das wird wohl erst was, wenn ich einen 2 Hektar Kräutergarten anlege. Aber die Erfahrungswerte kann mir keiner mehr nehmen und leckere Kräutermischung für eine Portion Pizza auch nicht.

Sonntag, 24. Juni 2012

Morkels Quilt - viele Sticheleien

Ich bin voll und ganz in der Arbeit für Morkels Quilt versunken. Nachdem für die Oberseite alle Quadrate hübsch ordentlich aneinandergenäht waren, kam die Rückseite dran. Hier musste ich ein wenig improvisieren: Der Karostoff reichte nicht. Glücklicherweise waren noch ein paar Quadrate von der Oberseite übrig, die die fehlenden Zentimeter auf der Rückseite ausgleichen. Jetzt kommt der kniffeligste aber wichtigste Teil des Quilts - nämlich das Quilten an sich. Das bedeutet nichts anderes, als Oberstoff, Futter und Unterstoff flächig miteinander - möglichst sauber und dekorativ - zu vernähen. Zuerst habe ich gefühlte 1,000 Sicherheitsnadeln zum Fixieren in die drei Lagen gerammt. Dann gings an die Nähmaschine, zum Quilten. Dachte ich zumindest, denn so ein Stoffbatzen von 1,90 x 1,30 Metern durch die Maschine zu wuchten ist gar nicht so einfach. Ständig war irgendeine Lage im Weg. Weitere Hürde, die improvisierten Quadrate auf der Rückseite müssen exakt über die Quadrate der Oberseite passen. Trotz Heften hat das nicht funktioniert. Ich gebe auf! Der Quilt wird per Hand gequiltet und das Nähmaschinenquilten wird an ein paar Miniprojekten erstmal trainiert. Den Fakt ist - ich habe Blut geleckt - Quilten macht Spaß.
Das Resultat vom Handquilten ist, ich sitze jede freie Minute daran, den Faden durch die Teile zu wuchten und mir die Nadel in den Finger zu rammen (Fingerhüte sind was für Weicheier). Parallel läuft meist irgendeine DVD, die ich schon kenne, damit ich nix verpasse. Während Bruce W. sein bestes versucht, nicht langsam zu sterben, sich Jennifer Grey abmüht, überdimensionales Obst durch die Gegend zu schleppen, und Audrey Hepburn sich am Schaufenster vom Schmuckladen die Nase plattdrückt, schiebe ich mein Nadelchen fleißig rauf und runter.



Ich bin froh, dass ich eine Passage in meinem Quiltbuch erst jetzt gelesen habe: "Das Quilten von Hand kann Monate oder gar Jahre dauern". Hätte ichs vorher gelesen, hätte ich vielleicht gar nicht erst angefangen. Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich keine Monate daran sitzen werde. Das ist der Plan.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Jede Menge support

Bei meinem vorangegangenen Post habe ich etwas unterschlagen. Natürlich ist mein Bester und sein Engagement maßgeblich dafür verantwortlich, dass ich meinen kreativen Gedanken auch nachgehen kann.

Ich schicke einen virtuellen Kuss übers Netz und einen realen gibts nach Dienstschluss.

Samstag, 16. Juni 2012

Zeit ist eine Illusion

Vor meiner Bloggeraktivität war ich in vielen anderen Blogs unterwegs und war immer wieder erstaunt, wieviel Zeit die Bloggerinnen zu haben scheinen. (Tschuldigung Jungs, nichts für ungut, aber die Kreativseiten, die ich so besuche, sind in weiblicher Hand.)


Alles meist Mütter mit Haushalt und trotzdem scheinen sie ein Kleid in einer halben Stunde runternähen zu können. Basteln, backeln, werkeln, hämmern, teilen alles mit der Öffentlichkeit - und das in der wenigen Freizeit die sie haben. Mmh. Ich dachte damals: Das sind wahre Wonderwomen, die in einer Hand das Kind, in der anderen Hand den Staubwedel, zwischen den Zähnen den Kochlöffel haben und mit ihrem großen Zeh den Stoff durch die Nähmaschine schieben. Wonderwomen mit Super-Duper-Kräften und einem magischen Finger, um die Zeit anzuhalten.
Als ich dann selber zum Blogger wurde, geschah etwas merkwürdiges. Ich bekam plötzlich zu hören: "Es ist toll was du machst, aber wo nimmst du die Zeit dafür her?" Ich bin überrascht. Denn Zeit ist etwas, was ich gar nicht habe. Ich habe das Gefühl, nichts schaffen zu können. Weil - na klar - die Familie Nummero Uno ist.
Aber warum dann diese Frage? Bin ich also auch eine Wonderwoman? Mal überlegen - neee, definitiv nicht. Ich hab zwar immer viele Dinge gleichzeitig im Kopf aber alles auch gleichzeitig Tippitoppi auszuführen - ich wüsste, wenn ich über solch eine Fähigkeit verfügen würde.
Und wenn ich so einen magischen Zeitanhaltefinger hätte, würde ich ihn mir genauso hoch versichern lassen wie Jennifer Lopez ihren Allerwertesten. Glaubt mir!
Die einzige Antwort, die mir also einfällt ist: Zeit ist eine Illusion. Beziehungsweise Zeit zu haben oder keine Zeit zu haben ist eine Illusion. Vor allem bei Dingen, die einem Spaß machen oder die einem leicht von der Hand gehen, gehts ruckzuck. Aber für die gleiche Sache die Person 1 tut, braucht Person 2 wiederum länger. Weil sie es vielleicht nicht gerne tut oder schlicht keinen Spaß oder Interesse daran hat. Person 2 attestiert Person 1 daraufhin viel Zeit, gemessen an der eigenen, individuellen Tagesuhr mit anderen Interessen und Verpflichtungen.
Aber auch wenn - mal abgesehen von den Zeitzonen - die Zeit überall gleich abläuft, läuft sie doch für jeden einzelnen auch wieder anders. Von biologischen Uhren will ich gar nicht erst anfangen - das ist ein noch komplizierteres Thema.
Auf die Frage, ob ich zuviel Zeit habe, kann ich also nur antworten. Ich habe nicht zu viel Zeit, ich habe einfach eine andere.

Freitag, 15. Juni 2012

Ich näh mir nen Wolf - ähh Quilt

Mein letzter Post hats angekündigt: Ich nähe gerade einen Quilt. Und da ich es hasse, Dinge liegen zu lassen, kam mir mein Virus gerade so gar nicht recht. Ein großer Berg Taschentücher, Halstabletten und Wohlfühltees standen die letzten Tage zwischen mir und meinem Großprojekt. Und es schien ständig zu rufen: "Mach weiter, mach weiter". Von mir kam als Antwort ein müdes Schnief und Schnupf und ein noch tieferes In-die-Kissen-gekuschel. Jetzt tritt der Hatschivirus den Rückzug an und macht den Weg frei für einen ganz anderen - den Nähvirus. Den kenn ich schon und weiß was ich da machen muss - Handwerkszeug schnappen und loslegen.
Mein Quilt wartet auf seine Vollendung und den gloreichen Einzug in Mokels heilige Bauklotz- und Platikbaggerhallen.
Es ist mein erster Quilt. Naja rein technisch nicht so ganz. Da liegt so ein quadratisch-praktisch und eigentlich ganz gutes Ding in gelb-grün auf unserem Wohnzimmersofa. Das hab ich vor Jahren genäht. Damals noch unter der Begrifflichkeit "Decke aus Stoffresten" und ohne Beachtung der offiziellen Quiltnäh- und -zuschneidregeln. Es gab nur eine Vorgabe: die Decke sollte möglichst nur zweifarbig und aus möglichst großen Quadraten bestehen - damit ich nicht so viel Arbeit habe.
Mein aktueller Quilt läuft auch unter der offiziellen Begrifflichkeit "Quilt" - also auch mit möglichst vielen Farben, möglichst kleinen Quadraten und möglichst viel Arbeit.
Dazu habe ich mir eine Vorlage aus meinem aktuellen Lieblingsquiltbuch Hier ausgesucht(Ist allerdings auch das einzige, das ich habe. Aber hätte ich mehrere, wär das bestimmt mein Liebstes).
Da es für Morkel ist, habe ich mir als Hauptfarben Blau- und Grüntöne und als Kontrast Rot ausgesucht. Die nächsten Posts werde ich beschreiben, wie es mit meinem Projekt so voran geht und welche Tücken es so gibt. Die hab ich nämlich schon entdeckt.

Sonntag, 10. Juni 2012

Recycling, Quilts & Viren

Wieder was recycled. Diesmal verwandelte sich eine Tomatendose in einen Stiftehalter. Zum Glück haben wir einen Öffner, der die Dosen ohne scharfe Kanten köpft. Jetz hieß es nur noch fein ausspühlen, Umfang und Höhe abmessen + 1 cm Nahtzugabe und den passenden Stoff aussuchen. Mit dem Autodesign fügt sich der Stifthalter in Morkels Reich ein.



Und an noch etwas für Morkels Reich bin ich dran - an einem Autoquilt. Ja, es hat mich gepackt. Beim Zuschneiden sah es nicht so aus. All die vielen vielen kleinen Quadrate  - was für ein Fisselkram - selbst mir Rollschneider. Beim Zusammennähen übermannte mich dann die Leidenschaft. So habe ich mir gleich weitere Quiltprojekte im Köpfchen gespeichert.


Nun muss ich aber eine Kunstpause einlegen. Ich hab n Virenproblem - hatschi. Mir kribbelts so in den Fingern, wenn ich den halbfertigen Flickenteppich sehe. Aber so weit, dass ich schniefend und schnupfend am Maschinchen sitze, ists noch nicht. Sobald das gute Stück - ich bin zuversichtlich, dass es eins wird - fertig ist. Wirds hier gepostet.

Mittwoch, 6. Juni 2012

MMM - for Morkel made

Heute stelle ich zum Me Made Mittwoch mal kein For Me Made sondern ein For Morkel Made vor. Von der Mütze über das Hemd bis zur Hose ist alles Me Made. Der Fokus bei diesem Post soll aber auf dem Hemd liegen. Der Schnitt ist ein von mir abgewandelter Schnitt (in der Basis ein T-Shirt-Schnitt). In einem der nächsten Posts geb ich mal n paar Tipps zur Schnittveränderung - natürlich nur aufgrund diverser Selbstversuche.


Die Stickerei auf dem Rücken ist mit der normalen Nähmaschine erstellt - ohne Fuß und ohne Scheu. Ich hoffe man kanns erkennen. Es ist ein großes Segelschiff in der Brandung. Bevor man sich eine teure Stickmaschine anschaffen sollte, muss man erstmal ausprobieren, was das eigene Nähmaschinchen so drauf hat. Ne ganze Menge sag ich euch. Das Garn ist Stickgarn - sehr zu empfehlen, denn es viel brillianter in den Farben und sehr viel hochwertiger. Allerdings ist in das verwendete Garn ein glänzender Streifen eingewebt. Der sorgt zwar für eine schöne Optik, führt aber zu einem kratzigen Ergebnis auf der Haut. Deshalb habe ich das Hemd in der Rückenpartie innen mit einem weichen Baumwollstoff hinterlegt. So wirds von Morkel auch akzeptiert.

Weitere Me Mades mit einer brillianten Opti, hier.

Mittwoch, 30. Mai 2012

MMM - Schrankgeist

Heute stelle ich euch beim MMM einen Schrankgeist vor. So nenne ich die Kleidungsstücke, die zwar in meinem Schrank hängen, vor denen ich mich aber gewissermaßen grusele und sie deshalb nicht anrühre. Sie spuken in meinem Kleiderschrank herum. Besonders gruselig sind die selbstgenähten Schrankgeister. Die findet man bei Fertigstellung einfach nur unheimlich, traut sich aber nicht, sie wegzuwerfen. Es hat ja Arbeit gemacht.

Beim vorgestellten Schrankgeist handelt sich um einen selbstgenähten Rock mit sehr hoher Taille mit seitlicher Schnürung. Eine Handbreit über Knie gehend und unten leicht ausgestellt. Ich habe ihn vor fünf Jahren zu einer Zeit genäht, als ich einen gänzlich anderen Modegeschmack hatte. Als er fertig war, dachte ich: Zieh ich nicht an! Und schwupp, wurde er zum Schrankgeist. Jetzt habe ich ihn wieder herausgeholt. Und siehe da - mit 5 Jahre älteren äähm weiseren - Augen betrachtet, finde ich ihn gar nicht schlecht. Nur etwas zu lang, ich sehe darin etwas gestaucht aus. Aber jetzt habe ich ein anderes Problem: Der Rock ist aus fiesestem Polyester. Dabei hab ich mich mittlerweile voll und ganz den Naturmaterialien verschrieben. Und jetzt? Wird der Rock wieder ein Schrankgeist, in der Hoffnung, dass mich noch einmal die Polyestermanie übermannt?

Um Cats MMM Thema aufhzugreifen: Ich hoffe, dass meine Schrankgeister sich nicht vermehren.

Outfits ohne Tendenz zum Schrankgeist findet er hier.

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