Mittwoch, 30. Mai 2012

MMM - Schrankgeist

Heute stelle ich euch beim MMM einen Schrankgeist vor. So nenne ich die Kleidungsstücke, die zwar in meinem Schrank hängen, vor denen ich mich aber gewissermaßen grusele und sie deshalb nicht anrühre. Sie spuken in meinem Kleiderschrank herum. Besonders gruselig sind die selbstgenähten Schrankgeister. Die findet man bei Fertigstellung einfach nur unheimlich, traut sich aber nicht, sie wegzuwerfen. Es hat ja Arbeit gemacht.

Beim vorgestellten Schrankgeist handelt sich um einen selbstgenähten Rock mit sehr hoher Taille mit seitlicher Schnürung. Eine Handbreit über Knie gehend und unten leicht ausgestellt. Ich habe ihn vor fünf Jahren zu einer Zeit genäht, als ich einen gänzlich anderen Modegeschmack hatte. Als er fertig war, dachte ich: Zieh ich nicht an! Und schwupp, wurde er zum Schrankgeist. Jetzt habe ich ihn wieder herausgeholt. Und siehe da - mit 5 Jahre älteren äähm weiseren - Augen betrachtet, finde ich ihn gar nicht schlecht. Nur etwas zu lang, ich sehe darin etwas gestaucht aus. Aber jetzt habe ich ein anderes Problem: Der Rock ist aus fiesestem Polyester. Dabei hab ich mich mittlerweile voll und ganz den Naturmaterialien verschrieben. Und jetzt? Wird der Rock wieder ein Schrankgeist, in der Hoffnung, dass mich noch einmal die Polyestermanie übermannt?

Um Cats MMM Thema aufhzugreifen: Ich hoffe, dass meine Schrankgeister sich nicht vermehren.

Outfits ohne Tendenz zum Schrankgeist findet er hier.

Dienstag, 29. Mai 2012

"Ich liebe dich, Steffi!"

Ein Bettlaken mit dieser Aufschrift hing heute auf meinem Nachhauseweg von der Arbeit an einer Brücke. Würde ich Steffi heißen - was ich nicht tue - wäre ich dann wie all die anderen Steffis, die an diesem Tag unter ebendieser Brücke durchgefahren sind, nach Hause kommen. Voller Vorfreude, dass ihr Liebster seine Gefühle auf 3 Quadratmeter Stoff gebannt hat. Leider wird nur eine Steffi auch die Steffi sein. Die anderen Steffis sind irgendwelche Steffis, die nach Hause kommen und feststellen, dass sie eben doch nicht "die eine Steffi" sind.
Ja ja, diese Liebesbotschaften sind eine tolle, romantische Sache. Jedenfalls für "die eine Steffi" und alle, die nicht Steffi heißen (Mitfreuen! Hab ich auch gemacht). Für die anderen Steffis kann solch eine Botschaft eine bittere Entäuschung sein.
Wie wärs das nächste Mal mal mit was Unverfänglichem: "Ich liebe dich, wer auch immer du bist". Das klingt doch gleich nach heimlicher Verehrung. Und das Beste, jede(r) kann sich angesprochen fühlen. Denn sind wir nicht alle ein bisschen "wer auch immer"?

Mittwoch, 23. Mai 2012

MMM - Valeska die Zweite

Meine schwarze Valeska hat eine weiße Schwester - genauer gesagt weiß mit bestickten Kreisen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, die Kreise hab ich nicht aufgestickt - da wäre ich zehn kalten Wintern nicht mit fertig geworden. Der Stoff ist durch eine friedlich-freundschaftliche Stoffübergabe in meinem Fundus gelangt.



Anders als bei meiner vorherigen Valeska ist der Unterrock nicht mit dem Überrock verbunden - doofe Idee, jetzt bin ich ständig am Zuppeln. Entweder rutscht es oben raus oder unten.
Valeska die Zweite wurde bei strahlendem Sonnenschein gestern ins Eiscafé ausgeführt und hatte am Ende zahlreiche kleine (Schoko)Kreise mehr.

Selbstgenähtes - ob mit oder ohne Kreise - gibts hier.

Freitag, 18. Mai 2012

Aufgepimpt

Jungsmamis kennen das Problem: Junior braucht neue Klamotten. Einfach, wenn man ihn Werbung laufen lassen möchte für texanische Erdölraffinerien und hysterische, gelbe Schwämme oder einen Miniplayboy aus ihm machen möchte. Ganz ehrlich - möchte ich nicht. Deshalb habe ich ein paar cleane Shirts gekauft - die sind glücklicherweise auch erschwinglich - und sie ein wenig aufgepimpt.
Das gewünschte Motiv in gewünschtem Stoff - Supi, damit wird der Stoffresteberg auch kleiner - mittels Klebevlies applizieren und mit kleinen Zickzackstichen fixieren. Und jetzt läuft Morkel Werbung für Meeresschildkröten - damit kann ich leben.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Nette Anhängsel

Jetzt hab ich wieder einen Punkt auf der "Sachen-die-ich-immer-schon-mal-machen-wollte"-Liste abehakt: Geschenkanhänger aus Ton. Die Ergebnisse eines Knet-Walz-Schneide-Abends.
Hier die Rohlinge - ungeschliffen und unlackiert.
Hier ein geschliffenes und lackiertes Exemplar.


Wer es auch einmal versuchen möchte: Grundmaterial ist lufttrocknende Modeliermasse (gibts in weiß und in terracotta). Einfach ausrollen und sich an Plätzchenbacken erinnern. Ich habe sogar teilweise Plätzchenformen zum Ausstechen genommen (Herz). Oder mit dem Messer viereckige Formen unterschiedlicher Größe herausschneiden. Nach Wunsch können die Rechtecke verziert werden. Ich habe dazu Stempel zweckentfremdet. Aber auch Blätter und ähnliche Materialien mit einer interessanten Struktur lassen sich verwenden. Einige Rohlinge habe ich pur gelassen, um sie später mit anderen Techniken (Serviettentechnik, Acrylmalerei - Gott, wann soll ich das bloß wieder machen?) zu verzieren. Nachdem die Anhänger geformt und mit einem Loch für die Aufhängung versehen sind, heißt es warten ... bis der Ton ausgehärtet ist. Dann folgt der Griff zur Nagelfeile oder Schleifpapier, um die Kanten zu begradigen oder zu glätten. Je nach Geschmack kann man den Anhänger danach Natur belassen werden oder man zieht noch eine Schicht Klarlack drüber. Dann ans Geschenk ranfiddeln und fertig.

Freitag, 4. Mai 2012

Sticken auf Papier

Mein neuer Stickkopf für die Nähmschine ist da - juchu, juchu, juchu - und der wollte auch gleich ausprobiert sein. Realisiert habe ich ein Projekt, das mir schon lange im Kopf rumschwirrt - ein gestickten Bild auf Papier. (Da es mein erster Versuch war, ist es etwas verpfuscht an manchen Stellen.)


Die Umsetzung ist relativ einfach: Ich ein Bild von Morkel schwarz/weiß ausgedruckt und auf ein stärkes Blatt gelegt. Nun mit abgesenktem Transporter unter der Nähnadel die Konturen nachzeichnen. Im Anschluss wird die gedruckte Vorlage vorsichtig abgerissen. Die Betonung liegt auf VORSICHTIG, sonst reißt man unter Umständen die Nähte wieder raus. An einigen Stellen habe ich den Vordruck gelassen. Kunst nenne ich das, Cyborg nennt das mein Bester.

Mittwoch, 2. Mai 2012

O lala oder so lala

An meinem MMM scheiden sich die Geister, zumindest meine. Ich bin kein Mustertyp. An anderen find ichs super, an mir so naja. Darum weiß ich bei weitem nicht, warum ich aus der Restekiste einen bedruckten Jerseystoff gefischt habe. Daraus ist nun folgendes Shirtkleid entstanden. Da es nur ein kleiner Rest war, musste ich die Gesetze der Schneiderei - zum Beispiel Fadenlauf - gänzlich außer acht lassen.


Das Ergebnis ist so lala oder o lala, bin nicht sicher. Andere Outfits, die defintiv o lala sind findet ihr bei Cat.

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