Dienstag, 29. Mai 2012

"Ich liebe dich, Steffi!"

Ein Bettlaken mit dieser Aufschrift hing heute auf meinem Nachhauseweg von der Arbeit an einer Brücke. Würde ich Steffi heißen - was ich nicht tue - wäre ich dann wie all die anderen Steffis, die an diesem Tag unter ebendieser Brücke durchgefahren sind, nach Hause kommen. Voller Vorfreude, dass ihr Liebster seine Gefühle auf 3 Quadratmeter Stoff gebannt hat. Leider wird nur eine Steffi auch die Steffi sein. Die anderen Steffis sind irgendwelche Steffis, die nach Hause kommen und feststellen, dass sie eben doch nicht "die eine Steffi" sind.
Ja ja, diese Liebesbotschaften sind eine tolle, romantische Sache. Jedenfalls für "die eine Steffi" und alle, die nicht Steffi heißen (Mitfreuen! Hab ich auch gemacht). Für die anderen Steffis kann solch eine Botschaft eine bittere Entäuschung sein.
Wie wärs das nächste Mal mal mit was Unverfänglichem: "Ich liebe dich, wer auch immer du bist". Das klingt doch gleich nach heimlicher Verehrung. Und das Beste, jede(r) kann sich angesprochen fühlen. Denn sind wir nicht alle ein bisschen "wer auch immer"?

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