Samstag, 30. Juni 2012

Kräuterduft in der Luft

Ich habe in meinem Bücherfundus so ein nettes Buch stehen mit Geschenkideen aus dem heimischen Garten. Und ich hatte beschlossen, daraus was zu fabrizieren.
Pizzakräutermischung herstellen und dann wieder mal ein paar nette Mitbringsel für nette Menschen haben. So jedenfalls der Plan.
Also bin ich bewaffnet mit Schere und Körbchen in unseren Garten, wo allerhand Kräuterchen zu finden sind. Im Körbchen landeten: Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian. Die habe ich erstmal unter fließendem Wasser vom Alltagsschmutz befreit und sie zum Trocknen aufs Backblech gelegt. Dazu noch Knoblauchzehen in dünnen Scheiben und ab in den Ofen - ich wollt ja ein schnelles Ergebnis. Und tatsächlich machte sich ein umwerfender Duft im Haus breit. So dass mein Bester gleich in die Küche schlich, um zu schauen, welch tollen Braten ich da in der Röhre habe (nee - nicht doppeldeutig). Leider leider nur schnöde Kräuter, vom Fleisch keine Spur, dampfte mein Bester schnell wieder ab.


Nach fertigem Trocknen und zerbröseln im Mörser war meine Enttäuschung dann doch etwas groß über meine Ausbeute.



Das reicht gerade mal für eine Portion und noch lange nicht, um es tütenweise zu verschenken. Das wird wohl erst was, wenn ich einen 2 Hektar Kräutergarten anlege. Aber die Erfahrungswerte kann mir keiner mehr nehmen und leckere Kräutermischung für eine Portion Pizza auch nicht.

Sonntag, 24. Juni 2012

Morkels Quilt - viele Sticheleien

Ich bin voll und ganz in der Arbeit für Morkels Quilt versunken. Nachdem für die Oberseite alle Quadrate hübsch ordentlich aneinandergenäht waren, kam die Rückseite dran. Hier musste ich ein wenig improvisieren: Der Karostoff reichte nicht. Glücklicherweise waren noch ein paar Quadrate von der Oberseite übrig, die die fehlenden Zentimeter auf der Rückseite ausgleichen. Jetzt kommt der kniffeligste aber wichtigste Teil des Quilts - nämlich das Quilten an sich. Das bedeutet nichts anderes, als Oberstoff, Futter und Unterstoff flächig miteinander - möglichst sauber und dekorativ - zu vernähen. Zuerst habe ich gefühlte 1,000 Sicherheitsnadeln zum Fixieren in die drei Lagen gerammt. Dann gings an die Nähmaschine, zum Quilten. Dachte ich zumindest, denn so ein Stoffbatzen von 1,90 x 1,30 Metern durch die Maschine zu wuchten ist gar nicht so einfach. Ständig war irgendeine Lage im Weg. Weitere Hürde, die improvisierten Quadrate auf der Rückseite müssen exakt über die Quadrate der Oberseite passen. Trotz Heften hat das nicht funktioniert. Ich gebe auf! Der Quilt wird per Hand gequiltet und das Nähmaschinenquilten wird an ein paar Miniprojekten erstmal trainiert. Den Fakt ist - ich habe Blut geleckt - Quilten macht Spaß.
Das Resultat vom Handquilten ist, ich sitze jede freie Minute daran, den Faden durch die Teile zu wuchten und mir die Nadel in den Finger zu rammen (Fingerhüte sind was für Weicheier). Parallel läuft meist irgendeine DVD, die ich schon kenne, damit ich nix verpasse. Während Bruce W. sein bestes versucht, nicht langsam zu sterben, sich Jennifer Grey abmüht, überdimensionales Obst durch die Gegend zu schleppen, und Audrey Hepburn sich am Schaufenster vom Schmuckladen die Nase plattdrückt, schiebe ich mein Nadelchen fleißig rauf und runter.



Ich bin froh, dass ich eine Passage in meinem Quiltbuch erst jetzt gelesen habe: "Das Quilten von Hand kann Monate oder gar Jahre dauern". Hätte ichs vorher gelesen, hätte ich vielleicht gar nicht erst angefangen. Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich keine Monate daran sitzen werde. Das ist der Plan.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Jede Menge support

Bei meinem vorangegangenen Post habe ich etwas unterschlagen. Natürlich ist mein Bester und sein Engagement maßgeblich dafür verantwortlich, dass ich meinen kreativen Gedanken auch nachgehen kann.

Ich schicke einen virtuellen Kuss übers Netz und einen realen gibts nach Dienstschluss.

Samstag, 16. Juni 2012

Zeit ist eine Illusion

Vor meiner Bloggeraktivität war ich in vielen anderen Blogs unterwegs und war immer wieder erstaunt, wieviel Zeit die Bloggerinnen zu haben scheinen. (Tschuldigung Jungs, nichts für ungut, aber die Kreativseiten, die ich so besuche, sind in weiblicher Hand.)


Alles meist Mütter mit Haushalt und trotzdem scheinen sie ein Kleid in einer halben Stunde runternähen zu können. Basteln, backeln, werkeln, hämmern, teilen alles mit der Öffentlichkeit - und das in der wenigen Freizeit die sie haben. Mmh. Ich dachte damals: Das sind wahre Wonderwomen, die in einer Hand das Kind, in der anderen Hand den Staubwedel, zwischen den Zähnen den Kochlöffel haben und mit ihrem großen Zeh den Stoff durch die Nähmaschine schieben. Wonderwomen mit Super-Duper-Kräften und einem magischen Finger, um die Zeit anzuhalten.
Als ich dann selber zum Blogger wurde, geschah etwas merkwürdiges. Ich bekam plötzlich zu hören: "Es ist toll was du machst, aber wo nimmst du die Zeit dafür her?" Ich bin überrascht. Denn Zeit ist etwas, was ich gar nicht habe. Ich habe das Gefühl, nichts schaffen zu können. Weil - na klar - die Familie Nummero Uno ist.
Aber warum dann diese Frage? Bin ich also auch eine Wonderwoman? Mal überlegen - neee, definitiv nicht. Ich hab zwar immer viele Dinge gleichzeitig im Kopf aber alles auch gleichzeitig Tippitoppi auszuführen - ich wüsste, wenn ich über solch eine Fähigkeit verfügen würde.
Und wenn ich so einen magischen Zeitanhaltefinger hätte, würde ich ihn mir genauso hoch versichern lassen wie Jennifer Lopez ihren Allerwertesten. Glaubt mir!
Die einzige Antwort, die mir also einfällt ist: Zeit ist eine Illusion. Beziehungsweise Zeit zu haben oder keine Zeit zu haben ist eine Illusion. Vor allem bei Dingen, die einem Spaß machen oder die einem leicht von der Hand gehen, gehts ruckzuck. Aber für die gleiche Sache die Person 1 tut, braucht Person 2 wiederum länger. Weil sie es vielleicht nicht gerne tut oder schlicht keinen Spaß oder Interesse daran hat. Person 2 attestiert Person 1 daraufhin viel Zeit, gemessen an der eigenen, individuellen Tagesuhr mit anderen Interessen und Verpflichtungen.
Aber auch wenn - mal abgesehen von den Zeitzonen - die Zeit überall gleich abläuft, läuft sie doch für jeden einzelnen auch wieder anders. Von biologischen Uhren will ich gar nicht erst anfangen - das ist ein noch komplizierteres Thema.
Auf die Frage, ob ich zuviel Zeit habe, kann ich also nur antworten. Ich habe nicht zu viel Zeit, ich habe einfach eine andere.

Freitag, 15. Juni 2012

Ich näh mir nen Wolf - ähh Quilt

Mein letzter Post hats angekündigt: Ich nähe gerade einen Quilt. Und da ich es hasse, Dinge liegen zu lassen, kam mir mein Virus gerade so gar nicht recht. Ein großer Berg Taschentücher, Halstabletten und Wohlfühltees standen die letzten Tage zwischen mir und meinem Großprojekt. Und es schien ständig zu rufen: "Mach weiter, mach weiter". Von mir kam als Antwort ein müdes Schnief und Schnupf und ein noch tieferes In-die-Kissen-gekuschel. Jetzt tritt der Hatschivirus den Rückzug an und macht den Weg frei für einen ganz anderen - den Nähvirus. Den kenn ich schon und weiß was ich da machen muss - Handwerkszeug schnappen und loslegen.
Mein Quilt wartet auf seine Vollendung und den gloreichen Einzug in Mokels heilige Bauklotz- und Platikbaggerhallen.
Es ist mein erster Quilt. Naja rein technisch nicht so ganz. Da liegt so ein quadratisch-praktisch und eigentlich ganz gutes Ding in gelb-grün auf unserem Wohnzimmersofa. Das hab ich vor Jahren genäht. Damals noch unter der Begrifflichkeit "Decke aus Stoffresten" und ohne Beachtung der offiziellen Quiltnäh- und -zuschneidregeln. Es gab nur eine Vorgabe: die Decke sollte möglichst nur zweifarbig und aus möglichst großen Quadraten bestehen - damit ich nicht so viel Arbeit habe.
Mein aktueller Quilt läuft auch unter der offiziellen Begrifflichkeit "Quilt" - also auch mit möglichst vielen Farben, möglichst kleinen Quadraten und möglichst viel Arbeit.
Dazu habe ich mir eine Vorlage aus meinem aktuellen Lieblingsquiltbuch Hier ausgesucht(Ist allerdings auch das einzige, das ich habe. Aber hätte ich mehrere, wär das bestimmt mein Liebstes).
Da es für Morkel ist, habe ich mir als Hauptfarben Blau- und Grüntöne und als Kontrast Rot ausgesucht. Die nächsten Posts werde ich beschreiben, wie es mit meinem Projekt so voran geht und welche Tücken es so gibt. Die hab ich nämlich schon entdeckt.

Sonntag, 10. Juni 2012

Recycling, Quilts & Viren

Wieder was recycled. Diesmal verwandelte sich eine Tomatendose in einen Stiftehalter. Zum Glück haben wir einen Öffner, der die Dosen ohne scharfe Kanten köpft. Jetz hieß es nur noch fein ausspühlen, Umfang und Höhe abmessen + 1 cm Nahtzugabe und den passenden Stoff aussuchen. Mit dem Autodesign fügt sich der Stifthalter in Morkels Reich ein.



Und an noch etwas für Morkels Reich bin ich dran - an einem Autoquilt. Ja, es hat mich gepackt. Beim Zuschneiden sah es nicht so aus. All die vielen vielen kleinen Quadrate  - was für ein Fisselkram - selbst mir Rollschneider. Beim Zusammennähen übermannte mich dann die Leidenschaft. So habe ich mir gleich weitere Quiltprojekte im Köpfchen gespeichert.


Nun muss ich aber eine Kunstpause einlegen. Ich hab n Virenproblem - hatschi. Mir kribbelts so in den Fingern, wenn ich den halbfertigen Flickenteppich sehe. Aber so weit, dass ich schniefend und schnupfend am Maschinchen sitze, ists noch nicht. Sobald das gute Stück - ich bin zuversichtlich, dass es eins wird - fertig ist. Wirds hier gepostet.

Mittwoch, 6. Juni 2012

MMM - for Morkel made

Heute stelle ich zum Me Made Mittwoch mal kein For Me Made sondern ein For Morkel Made vor. Von der Mütze über das Hemd bis zur Hose ist alles Me Made. Der Fokus bei diesem Post soll aber auf dem Hemd liegen. Der Schnitt ist ein von mir abgewandelter Schnitt (in der Basis ein T-Shirt-Schnitt). In einem der nächsten Posts geb ich mal n paar Tipps zur Schnittveränderung - natürlich nur aufgrund diverser Selbstversuche.


Die Stickerei auf dem Rücken ist mit der normalen Nähmaschine erstellt - ohne Fuß und ohne Scheu. Ich hoffe man kanns erkennen. Es ist ein großes Segelschiff in der Brandung. Bevor man sich eine teure Stickmaschine anschaffen sollte, muss man erstmal ausprobieren, was das eigene Nähmaschinchen so drauf hat. Ne ganze Menge sag ich euch. Das Garn ist Stickgarn - sehr zu empfehlen, denn es viel brillianter in den Farben und sehr viel hochwertiger. Allerdings ist in das verwendete Garn ein glänzender Streifen eingewebt. Der sorgt zwar für eine schöne Optik, führt aber zu einem kratzigen Ergebnis auf der Haut. Deshalb habe ich das Hemd in der Rückenpartie innen mit einem weichen Baumwollstoff hinterlegt. So wirds von Morkel auch akzeptiert.

Weitere Me Mades mit einer brillianten Opti, hier.

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