Mittwoch, 29. August 2012

MMM Rock 'n' Roll

Klassisch stilecht präsentiere ich zum Me Made Mittwoch meinen Sixties-Rock im Pünktchenlook. Auch wenns auf dem Foto irgendwie an Testbild erinnert, es sind tatsächlich kleine weiße Pünktchen auf schwarzem Grund. Ich bin zufrieden damit - vor allem mit der Länge. Der Vorgänger war aufgrund des Materialmangels ja etwas kurz geraten.
 
 
Der Schnitt - ein Tellerrock - stammt aus einer uralt-Burda. Oben mit Bündchen und verdecktem Reißverschluss.
Zum Thema verdeckter Reißverschluss. Ich habe die ideale Methode gefunden und die will ich euch nicht vorenthalten. Zuerst näht ihr die Seitennaht ganz normal zu bis zu dem Punkt an dem der Reißverschluss beginnen soll. Faden vernähen und dann die Stichlänge auf maximale Länge einstellen. Dann den Schlitz für den Reißverschluss mit den großen Stichen heften. Nun die Nähte auseinanderbügeln, den Reißverschluss mit dem "Gesicht" nach unten auf der Linken Seite des Stoffes mittig über der gesteppten Naht platzieren und festnähenn. Im Anschluss trennt ihr den Heftfaden vorsichtig mit einem Fadentrenner auf und hab einen sauber verdeckten Reißverschluss.
Wenn ich die Methode früher gekannt hätte, hätte ich mir viele beulige, krumme und eben nicht verdeckte Reißverschlüsse erspart.

Sonntag, 26. August 2012

"Kuchen mit Kirschen drin"-Kuchen

Ich habe beschlossen, mein Backtalent zu fördern. Ich weiß, es ist da irgendwo; da ganz unten, da ganz hinten, da ganz tief in mir drin. Und so langsam kitzel ichs ans Tageslicht. Heute mit einer Kirschtarte, die schon Cat auf ihrem Blog vorgestellt hat. Klang einfach und war es auch. Und ich weiß endlich das Tarte nicht gleich Torte ist.


Kennt ihr das: Ihr macht etwas genau so, wie beschrieben und trotzdem sieht es hinterher total anders aus. Der Bildervergleich mit der Vorlage von Cats Blog machts deutlich: Bei mir sieht der "Claufoutis aux cerises" (oh je, musste 10 Mal nachgucken, wie das geschrieben wird) nicht wirklich nach "Claufoutis aux cerises" sondern eher nach "Kuchen mit Kirschen drin" aus. Aber dieser "Kuchen mit Kirschen drin" schmeckte mir und meiner Rasselbande ausgezeichnet.

Eine Besonderheit war neben den offensichtlichen Kirschen auch drin: selbst gemachter Vanillezucker. Kein Hexenwerk, sondern eine aufgeschnittene Vanilleschote in einem Glas Zucker versenkt. Super einfach, super effektiv, super schmackhaft und super intensiv (besser als alle Tütchen - auch wenn die nen Doktor-Titel haben).


Apropos super intensiv: Alle Jubeljahre geht mein Parfum zur Neige. Wie jetzt wieder. Also gings in die Parfümerie-Kette. Durch einen Kopfschmerzen-verursachenden-Dunstschleier kämpfte ich mich an gepuderten, freundlich lächelnden Damen vorbei. Die erklärten gerade - kein Witz - einer Kundin von dem neuen Tiger-Nagellack. Eine Lackschicht, dann den Tiger-Nagellack und dann noch eine Lackschicht, beim Trocknen reißt dann die obere Lackschicht auf und lässt die untere durchschimmern. "Super-Tröndy", flötete die pudrige Dame. Von wegen: Als Basteldame kenn ich den schon seit Jahren. Gibs in der Bastelabteilung im Baumarkt. Und ich hab damit ein paar Bilderrahmen schön antik gemacht. Wenn ich gewusst hätte, dass man sich das Zeug sogar auf die Nägel schmieren kann ...
Übrigens, hab mein Parfum gefunden - gleich neben dem Frauenparfum von Justin Bieber. Da fällt mir nix mehr zu ein. Wo einem (halbwegs) berühmte Leute so auflauern.

Montag, 20. August 2012

Riesengemüse, Essknete und Krümelmonster

Der Titel lässts erahnen: Der Eintrag wird kulinarisch.

Zunächst der Gemüsevergleich:
Es treten an: die Zucchini vom Gemüsemann, der uns alle 14 Tage ein gesundes Kistchen vorbeibringt, gegen ein Exemplar aus Schwiegerellis Garten. Ich muss nicht erwähnen, wo die Wuchtbrumme gewachsen ist.

Essknete
Als ichs im Regal sah, musste ichs mal ausprobieren: Essknete. Interessant. Zu Testzwecken sollte damit der Geburtstagskuchen von Morkel dekoriert werden. 4 Beutelchen mit farbigen Rohmaterial. Wichtig - stand auf der Verpackung - unbedingt genau 15 ml Flüssigkeit dazugeben. Hatte ich gemacht, blieb trotzdem krümelig. Letztlich hab ich noch Wasser dazu. Dann wars zu patschig. Dann wieder Mehl dazu. Dann hats gepasst. Und dann gings ans Kneten und formen und mischen. Hier das Ergebnis. Hat zwar nicht die optischen Qualitäten wie ein Konditorenkuchen, aber Minis sind glücklicherweise kein allzu kritisches Publikum. Und schließlich ist am Handmade-Kuchen der Handmade-Look das Beste. Mein Fazit zur Essknete: Nicht schlecht - muss aber nicht. Selbsthergestellter eingefärbter Knetteig tuts auch.


Apropos Handmade: Für die Geburtstagsfeier in der Kindergartengruppe wollte ich auch was backen. Und schon seit Wochen schwirren mir die Krümelmonstermuffins im Kopf rum. Also hab ich fleißig Kokosflocken gefärbt, Marzipankugeln gerollt, Puderzuckerklebemasse angerührt und Kekse in Muffinmäulchen gestopft. 40 Mal naja Marzipankugelrollen quasi 80 Mal. Danach war die Küche ein Schlachtfeld und ich geschafft. Und vom Blech guckten mich 40 verpeilte Augenpaare an.


Ein paar Muffin-Rohlinge hatte ich heut mit zur Arbeit. Die kamen auch ohne Krümelmonster-Look dermaßen gut an, dass es mich echt erstaunte. Ich glaube ich hab noch nie solch ein Feedback zu meinen Backkünsten bekommen - naja, ich halte die eher für überschaubar.
Liegt am Rezept: Wenn ihr auch mal solche Reaktionen hervorrufen wollt, hier die Anleitung:

Schoko-Schoko-Muffins
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen
  • 1 Ei verquirlen
  • 120 g Zucker, 80 ml Öl, 1 Päckchen Vanillezucker und 240-300 ml Buttermilch dazugeben und alles gut verrühren
  • 190 g Mel und 2 TL Backpuler vermischen und zusammen mit 3 EL Kakao (ich hab mehr genommen) und 75 g gehackter Schokolade vorsichtig unterheben
  • Papierbackförmchen zu 3/4 mit dem Teig füllen
  • auf mittlerer Schiene bei 180 Grad ca 20 - 25 Minuten backen
Wer will, macht aus ihnen dann Krümelmonstermuffin oder verputzt sie natura.

Dienstag, 14. August 2012

Neues von Agent 00 Hase

Hallo Zentrale, hier Agent 00 Hase. Bin wieder auf eine Geheimorganisation gestoßen. Ich konnte einen Schnappschuss machen, musste ihn aber chiffrieren. Dieses Portal ist nicht mehr geheim. Potenzielle Profiteure haben es unterwandert.


Es gibt erste Hinweise auf den Kopf der Bande. Bin mir ziemlich sicher, dass El Präsente seine Finger im Spiel hat. Vorsicht: El Präsente ist sehr gefährlich, ist überall und weiß, sich zu verpacken.

Habe aus meiner Erinnerung ein Phantombild gezeichnet, bitte Weitergabe an alle Agenten!

Vorsicht gerissen: El Präsente
Werde der Sache noch eine Weile auf der Spur sein. Die Aufdeckung könnte etwas dauern. Habe vor, das gesamte Paket hochgehen zu lassen.

Ich melde mich wieder...

Agent 00 Hase

Sonntag, 5. August 2012

Mein Nähtisch, mein Schatz

Heute will ich euch eines meiner Lieblingsteile im Haus vorstellen - meinen Nähtisch. Nicht nur, dass er viel - wenngleich nicht alles - von meinem Nähkrimskrams aufbewahrt; sondern vor allem, weil er einen idellen Wert für mich hat. Er ist das Gesellenstück meines Großonkels Werner.

Seit ich denken kann, begleitet mich dieses Tischchen. Früher stand es bei meinen Eltern. Beim Auszug in die eigenen vier Wände musste es mit. Auch wenn ich - im Gegensatz zu heute - mit Anfang 20 nicht so auf alte Möbel stand.
Viel weiß ich nicht mehr von meinem Großonkel Werner. Nur das, was ich aus den Erzählungen meiner Oma noch behalten hab. Werner begann eine Lehre als Tischler, die er mit eben jenem Nähtisch abschloss. Doch die weitere berufliche Laufbahn wurde durch den Krieg unwichtig. Wie viel junge Männer zog Werner in den Kriegsdienst und ging zur Fliegerstaffel. Aus dieser Zeit stammt auch das einzige Foto, das ich von Werner hab.

Ich finde, er hat etwas trauriges, sehnsüchtiges in seinen Augen. Vielleicht nur eine Einbildung, vielleicht wusste er, dass er für eine aussichtslose Sache sein Leben riskiert. Von einem Flugeinsatz kam Werner schließlich nicht zurück. Jetzt nach ca 70 Jahren ist von Werner das Foto geblieben und der Nähtisch.
Den habe ich letztes Jahr ein wenig aufgepeppt. Zuerst wollte ich ihn komplett lackieren, entschied mich aber doch dafür, die ursprüngliche Farbe mit seinen Macken und Ecken zu lassen. So kenn ich ihn, so lieb ich ihn. Lediglich die Schubladenfronten, die arg ramponiert waren und keine Griffe mehr hatten, hab ich aufgerüscht. So ist der Nähtisch gewissermaßen ein Gemeinschaftsprojekt geworden - von Großonkel Werner und mir.

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