Montag, 22. Oktober 2012

Baisererfahrungen

Ich bin eine Naschkatze! Süßigkeiten werden bei mir nicht wirklich alt. Sehr zum Leidwesen meines Besten, der dann vor dem leeren Naschschrank steht. Und immer wieder muss ich ihm sagen: "Du must schneller sein!" Ich hab einen Vorsprung - ich trainiere seit Jahren. Zum Beispiel auch am Baiser-Kuchen. Ich kann mich erinnern: Jedes Mal wenn meine Mama einen Obstkuchen mit Baiserhaube (meistens Stachel- oder Blaubeerkuchen) gebacken hatte, machte sie einen Fehler: Sie brachte ihn nicht aus meiner Reichweite. Und ich schlich immer wie ein Naschtiger drumrum und pulte den Baiser vom Blech. Zuerst nur am Rand - der wird ja sowieso nur weggeschnitten - und arbeitete mich dann stückchenweise in die Mitte vor - ein paar Stückchen waren ja sowieso für mich vorgesehen. Wenns hart auf hart kam gabs Baiser-Beeren-Blechkuchen nur noch als Beeren-Blechkuchen inkl. grummeliger Mama.
Meine Baiserschwäche ist mittlerweile nicht mehr so ausgeprägt. Aber jetzt habe ich mich an eine Baiser-Himbeer-Version gewagt und sie ist tatsächlich in einem Stück zu meinen Gästen gekommen. Da säuselt mir ein Schlager im Ohr rum "Wunder gibt es immer wieder".
Das Rezept ist ein Zufallstreffer von hier. Und er ist fix gemacht - was ich begrüße - und schmeckt wirklich lecker. Schön präsentiert wird das gute Stück auf meiner neuen Tischdecke. In den Retrostoff von Stoff & Stil hatte ich mich auf Anhieb verliebt und an einem Tag durch die Nähmaschine gejagt.

Samstag, 20. Oktober 2012

Ich habs wieder getan...

Meine liebe Freundin Ostseeperle hat sich beschwert, dass sie nix neues mehr in meinem Blog liest. Asche auf mein Haupt. Aber in letzter Zeit ist alles andere immer irgendwie dringender gewesen. Aber jetzt: Ich habs wieder getan ... nach meinem Premierenquilt ist nun mein zweiter fertig geworden. Ein Babyquilt, denn meine nächste Seelenverwandte wird Tante. Und die Krabbeldecke soll künftig dem Mini-Erdenbürger, der errechneterweise an Weihnachten das Licht der Welt erblicken wird, das Bäuchlein wärmen. Unglücklicherweise wollen viele junge Eltern heutzutage nicht mehr vorher wissen, was sie bekommen. Unglücklicherweise - vor allem für die Schenker. Die sonst zielsicher Rosa oder Hellblau ansteuern würden. Weniger unglücklicherweise zumindest für solche Eltern, die um Rosa und Hellblau lieber einen großen Bogen machen. Ich entschied mich letztlich für Bunt und Tiere. Das geht immer - egal ob Adam oder Eva. Schweden sei Dank!

Anders als beim ersten ist es kein handgequiltetes Patchworkstück geworden. Der Tierstoff ist vom Schweden und ich habe schon ewig danach gesucht - immer vergebens. Bis schließlich Freundin Ostseeperle bei ihrem Schwedenbesuch an mich gedacht hat. (Nochmal dicker Knutsch rüber!) Für die Füllung habe ich einen extradicken Vlies genommen und die Tiere dann mit der Maschine (Stickfuß machte die Sache super einfach) umstickt. Man kanns auf dem Foto vielleicht nicht so gut erkennen, aber die Tiere wirken dadurch richtig plastisch.

Und was die Quilthäufigkeit angeht: Ich gelobe Besserung. Vielleicht gibst morgen schon mal was. Ich versuche ein neues Backrezept mit Himbeeren und Baiser. Erfolge oder Misserfolge liefere ich euch dann.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Gartenherbst mit Jungsmütze

Aus drei mach eins ...... eigentlich ist das kein wirklich guter Schnitt. Theoretisch! Aber beim Nähen wird so manche Theorie in den Schatten gestellt. Mein "aus drei mach eins" ist eine recycelte Jungsmütze aus drei alten Kleidungsstücken. Die Idee und die Anleitung stammt von I Am Momma - Hear Me Roar. Mal was ganz außergewöhnliches, ohrenbedeckendes, das ich gleich ausprobieren musste. Hier das Resultat:



Der Stoff ist ein Mix aus einer alten Jogginghose, die der Renovierungswut zum Opfer fiel, einem Sweatshirt, das ich mal irgendwo geschenkt bekommen habe, und einer ausrangierte Strickweste, die schon so verwaschen und ausgeleiert war, dass man sie nicht mehr anziehen konnte. Als Farbakzent gabs orangefarbenes Schrägband an der Kante und ein paar orangefarbene Stickkreuze. Ganz ehrlich musste ich die Mütze ein paar mal korrigieren, weil sie zu weit war. Aber da sie sowieso diese Flickenoptik haben sollte, störten die paar mehr Nähte nicht. Und trotzdem sitzt das gute Stück noch so legere, dass es mindestens noch zwei Jahre Morkels Köpfchen krönen kann.

Einen Pullover und eine Freizeithose habe ich aus der Stoffkombi übrigens auch gemacht (mmmh - dann heißt es wohl doch eher "aus drei mach drei" - dann stimmt der Schnitt wieder). Die stelle ich euch dann später noch vor.

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