Samstag, 13. April 2013

Orientierungsprobleme

Was haben Stadtpläne von Großstädten und Schnittmusterbögen gemeinsam? Genau - man verliert schnell den Überblick. Kreuz und Quer Linien die von A nach B beziehungsweise von der Seitennaht zur mittleren Bruchkante führen sollen.


Und da Nähmamis bekanntlich meist nur abends Zeit haben, ihrem Hobby nachzugehen, heißt es auch noch Pläne lesen in Schummerlicht. Genauso als wäre man nachts unterwegs in Berlin und studiert die Karte.

Die Nähzeitschriftenindustrie will wahrscheinlich die Umwelt schonen, in dem sie möglichst viele Schnitte auf möglichst wenig Bögen packt. (Das ist zumindest die einzige Erklärung, die ich akzeptiere).

Und so heißt es fröhlich: Folge den roten Linien, die unter dem Kopierpapier auch nicht anders aussehen als die grünen oder die blauen. Mist - Ausfahrt ä Größe verpasst, wieder zurück und auf die richtige Spur. Um die Kurve - Mist - falsche Kurve genommen, wieder zurück aufs richtige Schnittteil. Nach vielen Umwegen ist man am Ziel - mit Landkarte wie mit Schnittmusterplan. Aber man hat sehr viel Zeit und Nerven verloren.

Landkarten sind ja mittlerweile durch Navis ersetzt worden. Da hätt ich eine Idee: Wie wäre es mit Schnittmuster-Navis. "Bitte biegen sie in zwei Zentimetern in den Abnäher ein." "Bitte fahren Sie etwa 30 Zentimeter auf der Seitennaht geradeaus ... noch 10 Zentimeter ... noch 5 Zentimeter" "Sie haben Ihr Ziel erreicht!"

Wär doch was, oder?

Kommentare:

  1. Ja ich kenne dieses.... Fürchterlich doch es hilft ja nischt... ich male Immer erst mit einem dicken Stift die Linie, die ich brauche nach, damit das übertragen leichter wird...
    ❥knutscha

    scharly

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  2. Hihi, so ein Schnittmusternavi wär schon nicht schlecht. Andere Möglichkeit: Statt Papier benutze ich nur noch Folie, da kann man super alle Farben durch erkennen. Bei kleinen Schnittteilen reichen Reste von Verpackungsfolien, bei großen nehme ich Malerfolie. Probiers doch mal aus.

    Viele Grüße
    Christina

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    1. Das ist ein super Tipp. Ich nehme bisher immer Butterbrotpapier auf Rolle. Malerfolie hab ich noch nicht benutzt. Verrutscht die nicht?

      Liebe Grüße
      Dani

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    2. Nö, ich leg mir immer was schweres drauf, dann ist das kein Problem. Und schlimmer als falsches Abbiegen wegen schlechtem Schnittmusternavi kann so ein bisschen Verrutschen auch nicht sein, oder!? ;-)

      Viele Grüße
      Christina

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  3. Eigentlich könnten wir ja froh sein, dass die Linien zumindest bunt sind. Aber alles, was mit Nähzubereitung zu tun hat, mag ich eigentlich auch nicht ;). Allerdings habe ich hier noch Nähzeitschriften aus den 70er und 80 Jahren... mit schwarzweißen Schnittmustern ;). Fürs Abpausen nehme ich aber Malerfolie, die habe ich vor kurzem für mich entdeckt und bin total begeistert! Lässt sich auch schöner verstauen als Papier.
    Sei lieb gegrüßt, Tina

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  4. Das wär für mich auch was!! Gerade die Ottobre-Schnittmuster (das ist so eines auf Deinem Foto, oder) finde ich gruselig unübersichtlich...Falsch abgebogen bin ich also auch schon oft!

    Herzlich
    Stefanie

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  5. Ja, das kenne ich. Ich bin aber, wie meine Vorschreiber, mittlerweile auch bei Folie gelandet.Allerdings nehm ich immer die extra starke Schutzfolie und nicht normale Malerfolie. Die ist zwar etwas teurer, aber auch robuster und da du meistens um die 20 m2 in einer Packung hast, im Vergleich zu Papier auch preisgünstig.
    Und ich finde sie verrutscht weniger als Papier.

    LG Sabrina

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