Mittwoch, 26. Februar 2014

Schrecken der Meere - Finale

Geschafft - das wilde Treiben kann kommen. Das Piratenkostüm ist fertig. Alles in allem hab ich mir gedacht, wenn ich schon ein Kostüm nähe, dann soll es nicht nur was für einen Tag sein. Somit ist jedes Kleidungsteil - Shirt, Hose und Kappe - für sich genommen durchaus Alltagstauglich. Alles zusammen und on top ne Augenklappe und ein Schwert wird aus Morkel der Wilde Seeräuberkäpt'n Fabian.


Die Piratenschiff-Applikation kennt ihr ja bereits. Nun das Shirt komplett. Für den Fransenlook habe ich hinter den gestreiften Stoff zunächst den roten Jersey unterlegt, in Zickzackbewegungen zusammengesteppt und anschließend vorsichtig den Streifenjersey entlang der Naht weggeschnitten. Der Gürtel ist wie das Schwer als Filz und mit Klettverschluss kinderleicht zu schließen.

 
Neben dem Schiff ist noch eine Säbelapplikation dazugekommen
 
 
und auf dem Rücken ein Totenkopf.
 
 
Kaum ins Kostüm geschlüpft ging Morkel als gefürchteter Seeräuber auch gleich zum Angriff über.

Linkpartys: Malamü, Made4boys

Sonntag, 16. Februar 2014

Schrecken der Meere - Kampfansage

So langsam stecke ich mit den Vorbereitungen für Morkels Piraten-Faschingsoutfit in den Endzügen. Glücklicherweise ist der Knirps noch immer auf dem Piratentripp und ich muss nicht kurz vor dem närrischen Tagen noch umschwenken und ne Alternative aus dem Hut zaubern.

Was ein echter Piratenkäpt'n ist, muss auch bewaffnet sein. Das muss selbst ich als bekennender Pazifist akzeptieren. Also gab's für das Kostüm jetzt ein Schwert.



Ursprünglich sollte es eines aus Holz sein. Dafür wollte ich die Sägekünste meines Besten bemühen. Letztlich hab ich mich doch für Filz entschieden. Für die nötige Stabilität sorgen drei Lagen Plastikplatten. Wozu Platzsets so alles nützlich sein können.

Linkpartys: Malamü, Made 4 Boys

Samstag, 8. Februar 2014

Morkels Kreativecke

Ich hatte euch ja bereits verkündet, dass Morkel jetzt in meiner Kreativzone auch eine Kreativecke bekommen hat. Hier gibt es nun einige Impressionen. Noch ist die Ecke noch nicht ganz fertig. Hier und da wird es wohl noch was geben. Aber vorerst reicht es aus, um nach Herzenslust zu stempeln, kleben, kneten und natürlich zu malen.





Die aktuellsten Werke werden natürlich ausgestellt. Bei Morkel sind es - wie sollte es anders sein - momentan vor allem Fahrzeuge aller Art.

 
Und ich darf jetzt des Öfteren in meinem Kreativraum das ein oder andere wilde Tier begrüßen.
 

 
 

Dienstag, 4. Februar 2014

Schiff Ahoi

Ich stecke grad mitten in der Arbeit für das Piratenshirt. Soweit ist alles zugeschnitten, die Schulternähte zusammengenäht und das Halsbündchen fertig. Jetzt geht es an die Applikation.
Ein Schiff soll's unter anderem sein. Beim Erstellen hab ich meine Schritte fotografiert. Vielleicht bekommt ihr ja auch Lust zu Applizieren. Das macht nämlich echt süchtig.

 
Hier erst mal das Ergebnis, zum Neugierig machen. Weiter geht's mit der genauen Beschreibung meiner Handgriffe.

 
Zunächst geht es an die Motivsuche. Ich verwende hier gerne die Internet-Bilder-Suche. Kleiner Tipp: Gewünschtes Motiv mit dem Zusatz "Applikation" oder "Malvorlage" oder "Vorlage" eingeben. Dann bekommt ihr schon viele Vorschläge, die sich für eine Applikation eignen. Generell sollte man bei Stoffapplikationen darauf achten, dass das Motiv recht große Flächen hat. Sonst werdet ihr beim Applizieren nicht glücklich. Bei meiner Schiffsuche bin ich auf ein passendes Motiv gestoßen und hab es grob skizziert. Ihr könnt es, wenn es sich um eine gute Vorlage handelt, aber auch direkt entsprechend in Wunschgröße ausdrucken.
 
 
Jetzt folgt die Reinzeichnung, bei der dann alle Teile separat festgelegt. Im Fall des Schiffs: Rumpf, Mast und Segel.
 
 
Um zu kontrollieren, ob die Maße für das Shirt passen, lege ich gern alle ausgeschnittenen Teile zur Kontrolle an Ort und Stelle.
 
 
Wenn alles passt werden als nächstes die Teile aus Stoff ausgeschnitten. Ich habe mittlerweile einen beachtlichen Fundus an Stoffschnipseln. Sortiert nach Farben, damit man schnell das passende findet.
 Applikationen werden wesentlich leichter, wenn ihr Vliesofix nehmt (kurze Anmerkung zu Vliesofix erfolgt weiter unten). Das ist ein dünnes Klebevlies mit einer Papierseite. Es wird mit der Klebeseite nach unten auf den Stoff gebügelt (nicht zu heiß). Auf dem Papier könnt ihr jetzt die Teile vorzeichnen.
Achtung: Für den Fall dass ihr überlappende Teile habt, wie bei dem Mast, der an der unteren Stelle in den Rumpf übergeht, nehmt etwas mehr dazu. Alle weiteren Teile liegen nur bündig an und können entsprechend der Vorlage ausgeschnitten werden.
 
 
 Für den Charme habe ich den Schiffsrumpf aus Cord-Stoff ausgeschnitten. Ganz ehrlich - Cord ist eigentlich ziemlich fies für Applikationen, weil es furchtbar fusselt. Aber was macht man nicht alles für den Look. Dem aufmerksamen Schiffsexperten wird nicht entgangen sein, dass die Bretter senkrecht und nicht waagerecht verlaufen - würd wohl kein Schiffsbauer so machen. Aber leider hab ich meinen Irrtum erst zu spät gemerkt. Macht nix: Verbuch ich's unter "künstlerische Freiheit".
 
 
Im nächsten Schritt werden die Teile aufs T-Shirt gebügelt. Entfernt dazu das Vliesofix-Papier. Auf der Rückseite des Schiffsteils ist nun der dünne Klebefilm, der durch Hitzeeinwirkung Applikation und Trägerstoff verbindet.
Vliesofix finde ich unerlässlich bei Applikationen: zum einen verrutschen die Teile beim späteren Sticken nicht - sowas kann einen wahnsinnig machen. Zum anderen fixieren sie die Applikation zusätzlich.
 

Jetzt wird gebügelt - mit wenig Druck und nicht so viel Hitze. Nun sollte die Applikation bombenfest sitzen und es geht zum eigentlich Applizieren - also dem Umnähen der Ränder mit einer handelsüblichen Nähmaschine.

 
 
Es macht optisch mehr her, wenn ihr für das Umnähen die gleiche Farbe nehmt, ich habe dazu einen großen Vorrat an Unterspulen angelegt, damit ich nicht immer neu ab- und aufspulen muss.
 
Auf den Bildern nicht erkennbar aber ganz ganz wichtig: das Stickvlies. Gerade bei Jersey oder bei dünneren Stoffen solltet ihr unbedingt Stickvlies auf der Rückseite unterheften. Es sorgt dafür, dass die Stickerei stabilisiert wird und sich der Stoff - ist bei Jersey extrem fies - beim Sticken nicht verzieht.
Zum Stickvlies noch ein paar kurze Worte: Es gibt
Vlies, das nach dem Sticken herausgeschnitten, das herausgerissen oder herausgewaschen wird. Ich persönlich nehme am liebsten Schneidevlies - damit komme ich am besten klar. Wichtig ist beim Vlies die Stärke. Bei feinen Materialien wie Jersey und Co. empfiehlt sich ein dünneres Vlies, denn die Applikation soll am Ende nicht zu steif sein.
 
 
Jetzt kann es aber ans Umsticken gehen. Ich verwende hier gerne den Zickzackstich mit einer Stickdichte von 0,6. Die Stickbreite habe ich auf 3.0 festgelegt. Das passt am besten. Falls ihr unsicher seid, welche Breite und Dichte ihr Verwenden sollte, probiert an einem Stoffrest die für euch passende Art aus. Der Zickzackstich bietet sich vor allem an bei Applikationen, die nicht ausgefranst aussehen sollen. Setzt den Stich so an, dass er komplett über der Applikation liegt, damit ihr eine möglichst hohe Fixierung erhaltet.
 
 
Da ich für die Fahne und die Fenster einen wesentlich kleineren Stoffrest verwende, habe ich die Sticheinstellung in der Breite auf 2.0 herabgesetzt. Dann läuft man nicht Gefahr, zuviel von der Fläche zuzusticken.
 
 
Der stilisierte Totenkopf auf der Flagge ist mit unterschiedlichen Zickzackstichen gestickt.
 

Neben Vliesofix und Stickvlies finde ich eine Stickschere unerlässlich. Damit kann man sehr gezielt selbst kurze überstehende Fäden abschneiden. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Die Schere ist übelst spitz und scharf und kann schnell zum Feind von Fingern und Stoff werden, wenn man nicht höllisch aufpasst.


Sind alle Teile umstickt, wird das überschüssige Stickflies abgeschnitten. Hier schön vorsichtig, sonst war alle Mühe umsonst. Innerhalb der Flächen habe ich das Vlies gelassen - zum einen, weil man hier schnell riskiert, in den Stoff zu schneiden, zum anderen weil das Vlies so weich und flexibel ist, dass es die Stickerei nicht negativ beeinflusst. Und - fürs Waschen (vorausgesetzt ihr nehmt nicht das Stickvlies, das sich auswaschen lässt) erhält die Applikation zusätzlich Stabilität.


Die Applikation ist soweit fertig. Noch ein Webband in Wellenform als Wasser drangenäht und schon kann die Reise losgehen.

Erster Zwischenstopp: Creadienstag und Made4boys.

 

Das könnte dich noch interessieren:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...