Freitag, 29. August 2014

Eine Tasche namens Lucy ...

... oder die Geschichte, warum man manchen Dingen einen Namen geben muss.

Wenn Frau Ollewetter Filme guckt, dann ist sie immer mitten im Geschehen. Nach "The Avengers" hatte ich den inneren Wunsch, mich die Motorhaube eines Autos abzurollen. Wenn "ET" nach Hause fliegt heule ich mir fast die Augen aus und nach "Herr der Ringe" sollten mir die fiesen Orks bloß nicht dumm kommen ... kurz gesagt, ich schaue Filme nicht, ich lebe sie - zumindest, wenn sie gut sind. Alles andere wäre Energieverschwendung.
Beim gestrigen Kinoabend war da wieder so einer: "Lucy" von Luc Besson. Kurz umrissen geht's um ein Mädel, die ihre Gehirnleistung kontinuierlich steigert, weil sie einer neuartigen Droge ausgesetzt war. Plötzlich nimmt sie alles mit einer extremen Intensität wahr, kann Menschen und Materie beeinflussen und so weiter. Klingt erstmal nicht unbedingt nach nem Bomben Frauenfilm a la "Eat Pray Love", der hier bei mir übrigens ganz oben auf der Lieblingsfilm-Liste steht. Wenn ich den sehe, sehne ich mich übrigens total nach italienischem Essen, das ich dann genüsslich auf der Piazza verspeise.
Aber ich schweife ab - hier geht's nicht um Pizza auf der Piazza, hier geht's um "Lucy".
Muss gleich vorneweg sagen, mein Bester fand ihn total hohl. "Voller Logiklöcher" (tsts - ist "Transformers" logisch? mmmh), "Wenn man Materie aufgrund höherer Gehirnkapazität steigern könnte, wüsste ich das!" Da geb ich meinem Besten recht, logisch betrachtet ist dieser Film ab und an unlogisch. Aber optisch und akustisch versetzte mich "Lucy" in einen wahren Rausch.
Als die Vorstellung zu Ende war, bin ich - randvoll mit all den Eindrücken - also quasi hinausschwebt inklusive gesteigerter Wahrnehmung. Und da machte es plötzlich 

"Waaamm". 

Und ich sah im Schaufenster eines - wie ich es nenne - Schnökerladens, die leibhaftige Erfüllung meiner Taschenträume.Türkis, Riesig und Reduziert - schöne Grüße an Carrie Bradshaw. Was hab ich da auf der Straße rumgekreischt, inklusive glasiger Augen und breitem Grinsen. Ohne den Film wäre die Reaktion auf meine Neuentdeckung sicherlich n bisschen dezenter ausgefallen. 


Aber die musste ich haben - unbedingt. Am nächsten Tag also: mein Bester "Schatz, ich geh joggen", Frau Ollewetter "Schatz, ich geh Tasche kaufen".

Es sei kurz erwähnt, ich habe keinen ausgeprägten Taschen- oder Schuhtick. Kein Shopaholic, kein Textiljäger und -sammler. Es sollen hier auch nicht irgendwelche Klischees bedient werden. Aber es gibt manchmal Dinge zwischen Himmel und Erde, die Frau (Ollewetter) unbedingt braucht.

Und wie heißt mein türkiser Armschmeichler ab jetzt?
 "Lucy" natürlich!
Nicht, dass ihr mich noch für verrückt erklärt: Damit ist sie das Einzige, was in meinem Kleiderschrank nen Namen bekommt. Neben meinem Kuschelschal "Detlef" natürlich.


Donnerstag, 28. August 2014

Perfekt für kleine Nähausflüge

Seit langem Rums(t) es bei mir mal wieder.

In letzter Zeit haben sich neue Nähfans in meiner Umgebung aufgetan, die ich mit meiner Nähminna bereise. Für das kleine Nähkrimskrams musste bisher eine ausrangierte Parfüm-Geschenk-Box herhalten. Betonung liegt auf: Bisher!


Denn ich hab mir ein Nähutensilo genäht ... und ich liebe es. Bisschen fusselanfällig - aber ich liebe es.


... denn da ist richtig viel Platz ...


... richtig richtig viel Platz ...


... wirklich so richtig viel Platz für alles, was Nähfrau so dabei haben sollte, wenn sie mit ihrer Nähminna ausgeht.


Unglaublich, was ich mittlerweile alles zum Nähen benötige.


Klarsichtfolie an den kleinen Täschchen sorgen für den nötigen Überblick. Sie sind übrigens mit Klett ablösbar.

Und gleich heute mach ich mich mit meinem Nähutensilo, netten Stöffchen und der Nähminna zur nächsten Nähbegeisterten auf - zwischen Frankfurt und Darmstadt so ziemlich in der Mitte.

Sonntag, 24. August 2014

Geburtstagssause

Es war in letzter Zeit etwas ruhig hier. Und das hatte seinen Grund.

Mein kleiner Morkel ist 5 geworden. Oh man, jetzt werd ich sentimental. So groß schon. Ich weiß, jetzt werden mich alle Mamis unter euch auslachen, die ältere Kinder haben. Oder geht's euch ähnlich? Die Zeit rast so schnell dahin. Vor allem dann, wenn man sie mit schönen Momenten füllt. Und das haben wir getan. Hier ein klitzekleiner Eindruck, der vergangenen Tage.


Ausflug mit den Nähpiratinnen Sannimade  und KatziQ samt kleinen Bagaluten ins Darmstädter Vivarium


Dekoration gebastelt (einfach Tonpapierschnippsel durch die Nähmaschine jagen, fertig ist die bunte Girlande)


Tonpapiertüten zusammengeklebt und mit Popcorn gefüllt. Kam übrigens mega an beim Kindergeburtstag.


für Lecker-Schmecker-Riesen-Milchbrezel die Rührmaschine angeschmissen (letztes Jahr hab ich dafür noch den Handmixer genommen, der nach der Hälfte der Arbeit schließlich ordentlich durchschmorte)


ein Dosen-Wurf-Spiel genäht für die Kindergeburtstags-Rasselbande, das ich dann völlig vergessen habe


ein Geburtstagskuchen zusammengerührt, von dem Morkel nur die Smarties runtergegessen hat


eine Forschertasche für Morkel aus der Nähmaschine hüpfen lassen (inklusive Equipment für die nächste Entdeckertour) ...

... und zwischendrin ganz viel lieben Besuch von ganz lieben Menschen, viel gefeiert und schöne Momente gesammelt.

War natürlich nicht alles, auch nähtechnisch hat sich bei mir so einiges getan. Was genau, erfahrt ihr  in den nächsten Tagen auf diesem Kanal.

Montag, 18. August 2014

Es darf gerafft werden

Hallo Ihr Lieben,
nur eine kurze Meldung aus meiner Wuselwoche:
Mein Raffischnitt ist wieder online (klick rechts auf die Leiste). Und darf fleißig nachgenäht werden. Eins nur noch: Der Schnitt ist ausschließlich für private Hobbyschneider gedacht.

Also viel Spaß wünsch ich euch. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse.

Nächste Woche gibts hier wieder mehr zu lesen.

Fühlt euch ferngedrückt.

Eure Frau Ollewetter

Mittwoch, 6. August 2014

Urlaub - Ein Rückblick

Ich laufe jetzt wieder auf dem Normalmodus und bin euch noch ein paar Urlaubseindrücke schuldig. Diesmal gings wieder an die Ostsee - hach, ist das ein schönes Fleckchen. Ziel unserer Reise - der Schönberger Stand. Wirklich ganz zauberhaft da.


Und ein prima Ort um Schiffe zu beobachten.


Und da gabs so bomben-geniales Softeis. Mein Bester und Morkel sind ständig mit ner Eistüte in der Hand rumgerannt. Dänisches Softeis - mmmmh.


Und mit im Gepäck: eine Legionärskappe nach dem Schnittmuster von Funfabric.


Nur statt den Bindebändern habe ich einen Gummizug eingenäht. Fand ich praktischer. Glücklicherweise hat Morkel seine Kappe gleich akzeptiert. Ein Bjarne-Hemd, dass ich aus dem gleichen Stoff genäht hatte, wurde kategorisch abgelehnt. Grrr! Naja, hätte ich wissen sollen. Morkel ist ein T-Shirt-Typ

Und für Frau Ollewetter gab es auch was. In einer kleinen Töpferei habe ich mich dermaßen zusammenreißen müssen. Hätte am liebsten den Laden leer gekauft. Ich nehme mir ja immer ein keramisches Andenken aus dem Urlaub mit - in diesem Jahr waren es 4 *hüstel*. Letztes Jahr habe ich mir die Hacken nach was Schnuckeligem abgesucht und letztlich in einem Ostseeladen gefrustet ein paar Fischschalen - Made in Köln - mitgenommen.


Und in den Seegrassalat hätte ich mich reinsetzen können. Ich habe hier mittlerweile auch schon eine Portion gegessen - war nicht das selbe.


Und schöne Tücher gab es da.


Und süße Strandkorb-Nachrichten ...


Und spannende Bootbauereien ...

Und und und - kurz und gut - ein wirklich traumhafter Ostseeurlaub

Dienstag, 5. August 2014

Vorteile eines Bloggerlebens

Es war jetzt einige Tage hier etwas ruhig. Versteht ihr sicher. Aber ich bin guter Dinge. Zugegebenermaßen hat mich die Mail bissi erschreckt. Aber eure lieben Kommentare waren der Knaller.

Das ist der Vorteil am Bloggen: Liebe Menschen, die man gar nicht kennt, können einem so viel Mut machen.

Lieben lieben Dank an meine Nähfamilie da draußen!

Gute Nachricht gleich vorneweg: MEINEN Raffirock-Schnitt werde ich auch wieder online stellen. *Jippie* Ich hab mich ausführlich informiert. In erster Linie kommen zwei Gesetzmäßigkeiten zum Tragen "Geschmacksmusterschutz" und "Urheberrecht". Urheberrecht greift nicht, da die Anleitung definitiv von mir ist - ich habe weder fremde Fotos verwendet, noch irgendwelche geschützten Textpassagen integriert. Der Geschmacksmusterschutz greift nur bei absoluten Neuheiten. Da in der Mode, alles irgendwie schon einmal da gewesen ist, ist eine Geschmacksmusterschutzverletzung kaum zu beweisen. Die meisten Chancen hat noch Haute Couture, die dann als Kunstwerk angesehen werden kann.

Diese Argumente habe ich dem guten Herrn geschrieben - mit dem Zusatz, dass ich seinem Vorwurf widerspreche. Von da an war Funkstille. Ich habe mittlerweile den Eindruck, das war ne Aktion nach dem Motto "Versuchen wir's mal". Den Sinn der Aktion hab ich aber immer noch nicht verstanden.

Übrigens: Die Themen "Urheberrecht" und "Geschmacksmusterschutz" werden von Anwälten auf einem Online-Shop-Portal, über den der gute Herr SEINE Röcke vertreibt, genau beschrieben. Hätte er da vorher mal nachgeschaut, hätte er mir ein paar unschöne Tage erspart. Und hätte er mal n bisschen gegoogelt - was ich nach der Mail mal getan habe - hätte er gesehen, dass auch er nicht "Vater des Gedankens" war.

Also, ich hab das Recht auf meiner Seite und den Raffirock-Schnitt demnächst auf dieser Seite. (Ein paar Tage brauch ich allerdings noch, hab momentan viele kleine Baustellen, um die ich mich kümmere. Nix Fieses aber fies Zeitintensives.)


Fühlt euch ganz fest gedrückt,

eure Frau Ollewetter




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